Die Bloch MB.150 (später MB.151 bis MB.157) war ein französischer Tiefdecker, der von der Société des Avions Marcel Bloch entwickelt und produziert wurde. Es war ganz aus Metall gebaut, hatte ein Einziehfahrwerk und ein vollständig geschlossenes Cockpit.
Die MB.150 wurde ursprünglich entwickelt, um die Anforderungen des Wettbewerbs des französischen Luftfahrtministeriums von 1934 für ein neues Jagdflugzeug zu erfüllen. Obwohl der Wettbewerb von der konkurrierenden Morane-Saulnier M.S.406 gewonnen wurde, beschloss man, die Entwicklung fortzusetzen. Der modifizierte Prototyp, der sich zunächst als flugunfähig erwies, absolvierte im Oktober 1937 seinen Jungfernflug. Die Betriebserprobung der MB.150 ergab, dass das Flugzeug ausreichend vielversprechend war, um weitere Arbeiten zu rechtfertigen, was zur Einführung eines erweiterten und verstärkten Flügels und eines verbesserten Gnome-Rhone 14N-7-Motors führte. Im Frühjahr 1938, nach Abschluss weiterer Erprobungsversuche, wurde eine Vorserie von 25 Flugzeugen in Auftrag gegeben.
Überarbeitungen der Konstruktion der MB.150 führten zu den verbesserten MB.151 und MB.152, die bei der Armée de l'Air in Dienst gestellt wurden. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs waren rund 120 Flugzeuge an die Armée de l'Air ausgeliefert worden, doch die meisten waren nicht ausreichend ausgerüstet, um als einsatzfähig zu gelten. Eine verbesserte MB.155 hatte eine größere Reichweite. Sie wurde 1940 in Produktion gegeben, doch bis zum Fall Frankreichs waren nur zehn Maschinen fertiggestellt. Die MB.157, ein weiter verbessertes Modell mit einem schwereren und stärkeren Motor, wurde während der Vichy-Ära fertiggestellt. Obwohl es vielversprechende Leistungen zeigte, ging es nicht in Produktion.