Über eine Million Menschen wurden in Auschwitz ermordet, die meisten davon Juden. Dreieinhalb Jahre lang befehligte Rudolf Höß dieses größte Vernichtungslager des Dritten Reichs und setzte als Himmlers Helfer die geplante "Endlösung der Judenfrage" um: Ab 1942 begann er mit der systematischen Ermordung von Menschen mit dem Giftgas Zyklon B und rühmte sich, Giftgas sei eine "vernünftige'"und "hygienische" Verbesserung des Massenmordes. Höß war autoritätshörig, ehrsüchtig und seelisch abgestumpft. Er gehorchte Befehlen blind und bedingungslos, Unrechtsbewusstsein war ihm fremd. Seine Dienstbeflissenheit bei der Erteilung und Ausführung der unmenschlichen Befehle kontrastiert mit seiner Selbstwahrnehmung in seinen "Autobiografischen Aufzeichnungen", in denen er sich als durchaus sensiblen Menschen beschreibt. Nach Kriegsende wurde Höß vom Obersten Polnischen Volksgericht zum Tode verurteilt und im April 1947 vor seiner früheren Dienstvilla auf dem Lagergelände von Auschwitz erhängt. Dieses Buch korrigiert eine Vielzahl von Lebenslügen des KZ-Kommandanten.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Koop, V.
Titel
Rudolf Höß. Der Kommandant von Auschwitz
Details
Vereinzelte sw-Abb. 338 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Böhlau Verlag Ursulaplatz 1 50668 Köln Deutschland