Dieses Buch untersucht die Dynamik rund um die Einführung und Verbreitung von Helmen und Körperpanzern in Ägypten während der 18., 19. und 20. Dynastie. Es argumentiert, dass der Begriff "Einführung" am besten geeignet ist, um dieses Phänomen zu beschreiben, da diese Arten von militärischer Ausrüstung keine ägyptischen technologischen Innovationen waren, sondern ursprünglich am Ende der Bronzezeit nach der Expansion der Hurriter im Nahen Osten auftauchten, bevor sie sich in den umliegenden Gebieten verbreiteten. Die Analyse konzentriert sich insbesondere auf eine Untersuchung ikonografischer, archäologischer und lexikografischer Belege aus einer Vielzahl von erhaltenen materiellen Zeugnissen und literarischen Quellen. Auf der Grundlage der zusammengetragenen Daten liefert sie eine möglichst genaue Perspektive auf die Einführung und Verbreitung von Helmen und Kürassen, ihre Auswirkungen auf die Kriegsführung und ihre mögliche ideologische Rolle im gesamten Zeitrahmen des Neuen Reiches. Pollastrini zieht auch produktive Vergleiche zwischen den ägyptischen Daten und zeitgenössischen Belegen aus dem Nahen Osten und dem Ägäischen Raum, um die "internationalen" Dynamiken zu untermauern. Damit fördert sie sowohl eine breitere altgeschichtliche Perspektive, die das Neureich Ägypten in seinen zeitgenössischen Kontext einordnet, als auch wirft sie ein neues Licht auf die Entwicklungen in der Militärgeschichte und Kriegsführung dieser Zeit.