Herefordshire war schon immer eine Grenzregion und Schauplatz von Konflikten. In der Eisenzeit bildete das Gebiet die Trennlinie zwischen den Stämmen der Silurer und Dobunner; noch heute zeugen zahlreiche Überreste von Wallanlagen von dieser Zeit. Die Spannungen verschärften sich mit der Ankunft der Römer: Während die Dobunner die römische Herrschaft akzeptierten, führten die Silurer einen erfolgreichen Guerillakrieg gegen die Invasoren. Die Einwanderung der Sachsen drängte jene Bevölkerungsgruppe, die später als Waliser bekannt wurde, durch die Grafschaft zurück. Als die Normannen die Kontrolle übernahmen, trafen sie daher auf ein widerspenstiges Land, das ihre volle Aufmerksamkeit erforderte und die Errichtung von Grenzburgen durch die sogenannten "Marcher Lords" notwendig machte. Während des gesamten Mittelalters war Herefordshire umkämpftes Gebiet zwischen Wikingern, Normannen und Walisern; diese Auseinandersetzungen gipfelten schließlich im Aufstand des Owain Glyndwr. Auch Bürgerkriege wurden inmitten der grünen Landschaft Herefordshires ausgetragen - von der "Anarchie" des 12. Jahrhunderts über die Rosenkriege des 15. Jahrhunderts bis hin zum Bürgerkrieg des 17. Jahrhunderts. Später stellte die Grafschaft zahlreiche Soldaten für die britischen Streitkräfte, insbesondere in ihren eigenen Regimentern - nicht zuletzt während der Weltkriege des 20. Jahrhunderts. Zudem ist Herefordshire die Heimat des Special Air Service, der gefürchtetsten Spezialeinheit der britischen Armee. Dieses Buch richtet sich an alle, die mehr über die bemerkenswerte Militärgeschichte Herefordshires erfahren möchten.
Autor
Phelps, David
Titel
Herefordshire's Military Heritage
Details
Englischer Text, Paperback, zahlreiche überwiegend farbige Abb. 96 Seiten.