Sergeant Jack Sowter war im Oktober 1941 der RAF beigetreten ursprünglich als angehender Funker. Später ließ er sich zum Navigator umschulen und wurde Teil der Besatzung einer Handley Page Halifax der 78. Staffel. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1943 gehörte Jacks Flugzeug die JD 148 zu jenen 787 Bombern, die im Rahmen der Operation Gomorrha den Auftrag hatten, den Hamburger Hafen anzugreifen. Nachdem er seine tödliche Fracht erfolgreich über der deutschen Stadt abgeworfen hatte, drehte Jacks Kommandant, Sergeant Les Maidment, auf Heimkurs. Doch Maidment konnte weder den durchdringenden Strahlen der deutschen Suchscheinwerfer noch der feindlichen Flak entkommen. Da sein Flugzeug wiederholt getroffen wurde, gab Maidment seiner Besatzung den Befehl, abzuspringen. Vier der sieben Besatzungsmitglieder überlebten und gerieten in Kriegsgefangenschaft. Einer von ihnen war Jack Sowter. Trotz einer schweren Knöchelverletzung gelang es ihm, sich zwei Tage lang vor den suchenden feindlichen Patrouillen zu verbergen, ehe er gefasst wurde. Wie viele gefangene alliierte Flieger wurde Jack zunächst in das Dulag Luft gebracht ein Durchgangs- und Verhörlager. Dort traf er wieder mit den drei anderen überlebenden Mitgliedern seiner Besatzung zusammen. Schließlich landete er im Stalag Luft VI B, dem nördlichsten der Kriegsgefangenenlager im Reichsgebiet. Erst im Jahr 1944 bot sich Jack endlich die erste echte Gelegenheit zur Flucht doch dieses kurze Gefühl der Freiheit währte nicht lange. Dennoch stand Jack nur acht Tage nach seiner Rückführung ins Stalag Luft VI B bereits wieder ganz oben auf der Fluchtliste. Diesmal gelang ihm und drei weiteren Gefangenen die Flucht aus einem Arbeitskommando; auf einem Bahnhof stießen sie auf einen Güterwaggon, der mit Genf gekennzeichnet war. Dieser Traum von Neutralität und Freiheit zerplatzte jedoch rasch, als sich herausstellte, dass der einzige Waggon, in den sie einsteigen konnten, die Aufschrift Hannover trug. Immerhin lag dieser Ort näher an der Heimat als das Stalag Luft VI B. Unglücklicherweise endete ihre Reise in den Händen der deutschen Polizei. Jack nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um seinen Bewachern zu entkommen. Dies entwickelte sich zu einer regelrechten Obsession, und seine Geschichte ist reich an einfallsreichen Plänen, versteckten Sägeblättern und untauglichen Drahtschneidern. Jack berichtet von seinen Mitgefangenen und vom Leben in der Gefangenschaft. Seine Memoiren gipfeln in jenem Tag, an dem die Gefangenen erwachten und feststellten, dass ihre Wärter verschwunden waren und wie bei dieser Gelegenheit sein letzter Versuch, die Freiheit zu erlangen, ein endgültiger war.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Sowter, Jack/Richardson, Ian
Titel
Bomber Crew Escaper
Details
Englischer Text, 16 Tafeln mit sw-Abb. 192 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
One Wartime Airman's Story of Baling Out, Capture, Imprisonment and Escape
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich