Im allgemeinen Bewusstsein ruft die Erwähnung der Wikinger sofort Bilder blutrünstiger Krieger hervor, die plündernd und mordend durch all jene Länder zogen, die ihre Langschiffe mit Drachenbug erreichen konnten. Kaum ein Winkel der Welt, in dem man nicht von den Wikingern gehört und sie mit Gewalt in Verbindung gebracht hätte. Selbst die zeitliche Einordnung ihrer Epoche der Wikingerzeit wird durch ihre Gewalttaten bestimmt: Sie beginnt mit dem Überfall auf Lindisfarne im Jahr 793 und endet mit der Schlacht von Stamford Bridge im Jahr 1066. Doch seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich in wissenschaftlichen wie populärwissenschaftlichen Kreisen eine Gegenauffassung verbreitet, der zufolge die Wikinger zwar durchaus zu Gewalt neigten, im Grunde aber friedliche Bauern und Händler waren. Das frühere Buch von William R. Short und Reynir A. Óskarson über die Kampfweise der Wikinger stieß bei Vertretern dieser revisionistischen Sichtweise auf heftige Reaktionen. Als Reaktion darauf haben die Autoren die Quellenlage erneut gesichtet, um die bisherigen Interpretationen zu überprüfen und neu zu bewerten. Der Leser wird auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise mitgenommen, bei der die Gewalt in der Wikingergesellschaft analysiert wird. Waren sie brutale Krieger oder bloß Bauern? Die fundierte und schlüssig argumentierte Neubewertung der Autoren versetzt diesem Argument einen wuchtigen, logischen Axtschlag.
Details
Englischer Text, 20 sw-Abb. 200 Seiten.
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich