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Herodes der Große (73-4 v. Chr.) war ein phänomenal tatkräftiger Herrscher, der das Chaos der römischen Bürgerkriege nutzte, um sich in der sich wandelnden römischen Welt als bedeutende Persönlichkeit zu etablieren und die Landschaft Judäas zu verändern. Sowohl Juden als auch Christen entwickelten Mythen über seine Grausamkeit und Unbesonnenheit: In der christlichen Tradition wurde er als der Tyrann dargestellt, der das Massaker an den Unschuldigen anordnete; im Talmud wird er trotz der schönen Erinnerungen an seinen prächtigen Tempel in Jerusalem als Verfolger der Rabbiner bezeichnet.
Das Leben des Herodes ist besser dokumentiert als das jedes anderen Juden der Antike, und Martin Goodman untersucht die umfangreichen literarischen und archäologischen Zeugnisse, um ein lebendiges Porträt des Herodes in seinem soziopolitischen Kontext zu zeichnen: seine idumäische Herkunft, seine Einsetzung durch Rom als König von Judäa und die Kultivierung führender Römer, seine gewaltigen architektonischen Projekte und seine Selbstdarstellung als Jude, am eindrucksvollsten durch den Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels. Goodman argumentiert, dass spätere Geschichten, in denen Herodes als Monster dargestellt wird, auf das öffentliche Interesse an seiner Hinrichtung von drei seiner Söhne nach dramatischen öffentlichen Prozessen zurückzuführen sind, die ihm durch eine vom römischen Kaiser auferlegte dynastische Politik aufgezwungen wurden.
Das Leben des Herodes ist besser dokumentiert als das jedes anderen Juden der Antike, und Martin Goodman untersucht die umfangreichen literarischen und archäologischen Zeugnisse, um ein lebendiges Porträt des Herodes in seinem soziopolitischen Kontext zu zeichnen: seine idumäische Herkunft, seine Einsetzung durch Rom als König von Judäa und die Kultivierung führender Römer, seine gewaltigen architektonischen Projekte und seine Selbstdarstellung als Jude, am eindrucksvollsten durch den Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels. Goodman argumentiert, dass spätere Geschichten, in denen Herodes als Monster dargestellt wird, auf das öffentliche Interesse an seiner Hinrichtung von drei seiner Söhne nach dramatischen öffentlichen Prozessen zurückzuführen sind, die ihm durch eine vom römischen Kaiser auferlegte dynastische Politik aufgezwungen wurden.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Goodman, Martin
- Titel
- Herod the Great. Jewish King in a Roman World
- Details
- Englischer Text. 226 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
Yale University Press
47 Bedford Square
London WC1B 3DP
Vereinigtes Königreich
E-Mail: [email protected]
Webseite: www.yaleup.co.uk
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Knesebeckstr. 88
10623 Berlin
Deutschland
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