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Band 57 aus der Reihe "Europe @ War". Dieses Buch beschreibt und analysiert die Ereignisse rund um das U-Boot der Whiskey-Klasse der sowjetischen Marine der Baltischen Flotte, das am 27. Oktober 1981 an der Südküste Schwedens in der Nähe des Marinestützpunkts Karlskrona, einem der größten schwedischen Militärstützpunkte, auf Grund lief. Der Vorfall löste eine schwere diplomatische und militärische Krise aus. Nach der Entdeckung umzingelten schwedische Marine- und Armeeeinheiten das U-Boot schnell und sperrten das unmittelbare Gebiet ab. Die Überwachung der See- und Landgrenzen Schwedens wurde verstärkt. Der schwedische Geheimdienst intensivierte seine Aktivitäten gegen die Aktivitäten und die Kommunikation der sowjetischen Marine. Es begann ein angespanntes diplomatisches Tauziehen um das Schicksal des gestrandeten U-Boots und seiner Besatzung. Die Sowjets behaupteten, das U-Boot sei versehentlich in schwedische Gewässer eingedrungen, und forderten, dass es ohne weitere Inspektion des Schiffes oder Vernehmung der Besatzung auslaufen dürfe. Die Schweden forderten weitere Aufklärung über den Auftrag und die Aktivitäten des U-Boots. In der Zwischenzeit kam der schwedische technische Geheimdienst zu dem Schluss, dass das U-Boot Atomwaffen transportierte, die letztlich als Torpedos mit Atomsprengköpfen identifiziert wurden. Die Besatzung des U-Boots traf Vorkehrungen, um das U-Boot in die Luft zu sprengen, falls schwedische Spezialeinheiten das Schiff stürmen würden - ein Notfall, auf den sich die schwedischen Streitkräfte tatsächlich vorbereiteten. Als Verschärfung der politischen und militärischen Krise, stellten der schwedische Geheimdienst und die Marineaufklärung die unangekündigte Ankunft einer Reihe sowjetischer Kriegsschiffe fest, die knapp außerhalb der schwedischen Hoheitsgewässer vor Anker gingen. Die sowjetische Marine-Einsatzgruppe unter dem Kommando von Vizeadmiral Aleksey Kalinin auf dem Zerstörer Obraztsovyy bestand schließlich aus mehr als zehn sowjetischen Kriegsschiffen. Als Reaktion darauf befahl der schwedische Ministerpräsident Thorbjörn Fälldin den Streitkräften, die Grenze zu verteidigen, falls die Sowjets versuchen sollten, das gestrandete U-Boot zu retten. Damals sahen die internationalen Medien den Vorfall als Beweis für umfangreiche sowjetische Unterwasseraktivitäten in schwedischen Gewässern. Die schwedischen Streitkräfte kamen zu dem Schluss, dass die Verletzung absichtlich erfolgte und Teil einer illegalen, gegen Schweden gerichteten Spionageaktion war. Andere argumentierten jedoch, dass die Verletzung eher auf Inkompetenz und minderwertige technische Ausrüstung als auf eine bewusste Aggressionspolitik zurückzuführen sei. In diesem Buch beschreibt Michael Fredholm von Essen den U-Boot-Vorfall und präsentiert neue Forschungsergebnisse zu den Ereignissen auf der Grundlage kürzlich freigegebener Archivdokumente des schwedischen, sowjetischen und US-amerikanischen Militärgeheimdienstes. Er beschreibt die Fahrt des U-Boots in schwedische Gewässer und die Konfrontation zwischen schwedischen und sowjetischen Marine- und Luftwaffenelementen. Er erklärt auch die sowjetische Marinedoktrin und Flottenorganisation, die den Hintergrund für den U-Boot-Vorfall und die globale Haltung der Sowjetunion zur Marine bildeten.
- Autor
- Essen, Michael Fredholm von
- Titel
- Whiskey on the Rocks. Band 2: The Swedish-Soviet Confrontation, 1981
- Details
- Englischer Text, Paperback, 20 sw-Fotos, 8 Farbtafeln, Karten, Großformat. 78 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
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