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Die alten Germanen besiedelten Gebiete, die sich vom Rhein im Osten bis zur Weichsel und von der Donau im Norden bis nach Skandinavien erstreckten. Ihre Heimatgebiete bildeten die nördlichen Grenzen des Römischen Reiches, doch trotz groß angelegter militärischer und politischer Bemühungen gelang es den Römern nie, das Gebiet, das sie Germania nannten, zu erobern oder vollständig zu unterwerfen. Griechische und römische Aufzeichnungen liefern umfangreiche Belege für die germanischen Völker. Diese Berichte erklären die Ursprünge, die Kultur, die religiösen Überzeugungen, die Handelsbeziehungen und die sozialen Praktiken der Germanen, die innerhalb und außerhalb der nördlichen Grenzen lebten. Dieses Buch enthält frühe griechische Legenden über die Odyssee, die Beschreibungen der Feldzüge von Julius Cäsar, die Germania von Tacitus, ethnografische Details aus dem enzyklopädischen Werk von Plinius dem Älteren und vieles mehr. Die barbarischen Bräuche, Opferrituale und Aberglauben der germanischen Völker werden in diesen Quellen zusammen mit den Vorurteilen und Ängsten der Römer vermittelt. Die Römer begegneten den Germanen erstmals im zweiten Jahrhundert v. Chr., als Stämme von der Halbinsel Jütland nach Süden in Richtung Alpen wanderten und Italien zu überrennen drohten. Die Legionen besiegten die Kimbern und Teutonen, aber die germanische Bedrohung blieb bestehen. In den 50er Jahren v. Chr. kämpfte Julius Cäsar bei seiner Eroberung Galliens gegen die Germanen und war der erste römische Feldherr, der den Rhein überquerte. Sein Nachfolger, Kaiser Augustus, schickte die Legionen nach Germanien, um Gebiete bis zur Elbe zu erobern und zu besetzen. Doch im Jahr 9 n. Chr. rebellierten die germanischen Stämme unter der Führung des Kriegsherrn Arminius und schlachteten drei Legionen im Teutoburger Wald ab. Die Römer zogen sich an den Rhein und die Donau zurück und errichteten stark militarisierte Grenzen zu den germanischen Gebieten. Nachfolgende Kaiser führten Feldzüge gegen die nördlichen Stämme, doch der größte Teil Deutschlands blieb dauerhaft unerobert. Die Germanen, die diesen Stillstand durchbrachen, waren die Goten, Vandalen, Franken, Angeln und Sachsen. Sie durchbrachen in der Spätantike die Grenzen und errichteten neue Heimatländer in ehemaligen römischen Gebieten.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- McLaughlin, Raoul
- Titel
- Germania. The ancient Germans in Greek and Roman Sources
- Details
- Englischer Text, 18 sw-Abb. 254 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
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