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Im Verlauf des 2. Weltkrieges wurden von den beteiligten Nationen mehrere Milliarden Flugblätter über den Fronten und dem Hinterland "verschossen", mit Bomben abgeworfen und von Hand zu Hand weitergegeben. Der 2. Weltkrieg hat auch diese Form der Propagandakunst auf ein neues Niveau gehoben, und damit deutliche Spuren in der Bildsprache und Typographie des 20. Jahrhunderts hinterlassen; und auch in den Köpfen der Kinder.
Peter Rühmkorf, damals 13 jähriger Schüler, hatte eine kleine Sammlung der Flugblätter, die er versteckte. "Nach jedem Fliegerangriff, gleich nach der Entwarnung, erwachte fieberhaft mein Jagdtrieb". Nur war das alles kein Kinderspiel. Als die britische Royal Air Force das Flugblatt mit dem folgenden Zitat abwarf, war seine Autorin - Sophie Scholl - bereits hingerichtet worden: "Erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad". Bis heute schlummerten diese außergewöhnlichen Zeugnisse des Krieges in den Archiven. Das Buch gibt Einblick in die grauenhafte und faszinierende Welt dieser Blätter - vollfarbig und aufwendig gestaltet. Die Spannweite der versammelten 85 amerikanischen, britischen, französischen, sowjetischen und deutschen Blätter reicht vom kleinen Gedicht auf magerem Papier über das aufwendige, knallbunte Comic bis hin zu Ratschlägen zur Selbstverstümmelung, die in Streichholzbriefchen verteilt wurden. Der Satz, dass Blondinen keine Krüppel wollen, hatten die Nazis übrigens bei einer Agentur in Auftrag gegeben, bei der ein Kunsthistoriker mit Namen Henri Nannen arbeitete.
Peter Rühmkorf, damals 13 jähriger Schüler, hatte eine kleine Sammlung der Flugblätter, die er versteckte. "Nach jedem Fliegerangriff, gleich nach der Entwarnung, erwachte fieberhaft mein Jagdtrieb". Nur war das alles kein Kinderspiel. Als die britische Royal Air Force das Flugblatt mit dem folgenden Zitat abwarf, war seine Autorin - Sophie Scholl - bereits hingerichtet worden: "Erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von Stalingrad". Bis heute schlummerten diese außergewöhnlichen Zeugnisse des Krieges in den Archiven. Das Buch gibt Einblick in die grauenhafte und faszinierende Welt dieser Blätter - vollfarbig und aufwendig gestaltet. Die Spannweite der versammelten 85 amerikanischen, britischen, französischen, sowjetischen und deutschen Blätter reicht vom kleinen Gedicht auf magerem Papier über das aufwendige, knallbunte Comic bis hin zu Ratschlägen zur Selbstverstümmelung, die in Streichholzbriefchen verteilt wurden. Der Satz, dass Blondinen keine Krüppel wollen, hatten die Nazis übrigens bei einer Agentur in Auftrag gegeben, bei der ein Kunsthistoriker mit Namen Henri Nannen arbeitete.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Rauchhaus, Moritz/Roth, Tobias (Hrsg.)
- Titel
- Feindflugblätter des Zweiten Weltkriegs. Eine kommentierte Sammlung amerikanischer, britischer, deutscher, französischer und sowjetischer Feindflugblätter aus der Sammlung der Staatsbibliothek Berlin
- Details
- Sehr viele teils farbige Abb. 288 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
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