Die Maginot-Linie war ein Wunderwerk der Ingenieurskunst der 1930er Jahre. Die riesigen Festungen, die bis zu achtzig Meter unter der Erde lagen, beherbergten Krankenhäuser, moderne Küchen, Telefonzentralen und sogar elektrische Züge. Kilometerlange unterirdische Gänge führten zu im Gelände versteckten Kasematten und Türmen, die aus dem Boden ragten, um den Feind zu beschießen. Die Befestigungsanlagen waren selbst für schwerste Artillerie und chemische Kriegsführung unüberwindbar. Trotz dieser umfangreichen Vorbereitungen fiel Frankreich in weniger als sechs Wochen an Deutschland. Acht Jahrzehnte später ist die Maginot-Linie noch immer als teure und fehlgeleitete Reaktion auf eine offensichtliche Gefahr in Erinnerung. In dieser Darstellung bewertet Kevin Passmore die Maginot-Linie neu. Er zeichnet die Kontroversen um den Bau nach, schildert das Leben der Männer, die die Festungen bemannten, die Auswirkungen auf die deutschsprachigen Bewohner der Grenzregion und den Kampf gegen Spionage aus den eigenen Reihen. Die Maginot-Linie war keineswegs ein Rückschritt, sondern ein ehrgeiziges Modernisierungsprojekt, das durch strategische Fehler und wachsende Unzufriedenheit mit der Befestigungsanlage zum Scheitern verurteilt war.
Autor
Passmore, Kevin
Titel
The Maginot Line
Details
Englischer Text, 22 sw-Fotos auf Tafeln. 486 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
A New History
Yale University Press 47 Bedford Square London WC1B 3DP Vereinigtes Königreich