Nachdem Napoleon in Paris einmarschiert war und den Feldzug der Hundert Tage begonnen hatte, rief König Wilhelm II. von Preußen Blücher aus seinem Ruhestand in Schlesien zurück und beauftragte ihn, sich dem aufstrebenden Franzosen entgegenzustellen. Er erhielt das Kommando über die Armee des Niederrheins und marschierte schnell nach Westen, um sich den anglo-holländischen Verbündeten anzuschließen, in der Hoffnung, ihre Kräfte zu konsolidieren.
Leider wurde die preußische Armee in aller Eile zusammengestellt und mit schlechter Ausrüstung und Ausbildung ins Feld geführt. Mehr als ein Drittel der Truppen bestand aus Landwehr, von denen einige barfuß in den Krieg marschierten. In der Schlacht von Ligny stand die preußische Armee Napoleon direkt gegenüber und wurde vernichtend geschlagen, wobei Blu¨cher selbst stundenlang verletzt unter seinem toten Pferd eingeklemmt war. Die Schlacht von Waterloo bot die Chance zur Wiedergutmachung.