Elberfeld lag in den Jahren 1813 bis 1819 an einer der Hauptheeresstraßen von Ost nach West, bzw. umgekehrt. Während dieser Zeit passierten Russen, Preußen, Schweden, Franzosen, Hanseaten, Dänen, Mecklenburger, Baschkiren, etc. - Kurz, alles, was nur ein Gewehr, eine Lanze oder einen Bogen halten konnte, scheint hier durchmarschiert zu sein. Die Elberfelder Bilderhandschrift legt Zeugnis von diesem kunterbunten Völkergemisch ab. Sie gehört zu den am meisten ausgewerteten zeitgenössischen Bilderserien. Unsterbliches Verdienst hat sich hierbei Prof. Richard Knötel um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erworben, der akribisch diese Bilder beschrieb und auswertete. Mittlerweile sind 100 Jahre vergangen und unser Wissen um die Soldaten der napoleonischen Kriege ist umfangreicher geworden. Diese neuen Erkenntnisse fließen in dem hier vorliegenden Buch in die komplett neu verfassten Besprechungen ein und führen in etlichen Fällen zu überraschenden Ergebnissen. In hervorragender Weise ergänzt wird diese Bilderhandschrift durch das Tagebuch von Hackenberg, der, zu gleicher Zeit in Elberfeld lebend wie der bis heute unbekannte Künstler der Bilderserie, ebenfalls die durchmarschierenden Truppen beobachtete und beschrieb. Das Buch zeigt die komplette Bilderserie und bringt das vollständige Tagebuch, dazu eine genaue Beschreibung und Auswertung der gezeigten Bilder. Im Anhang finden Sie eine kurze Abhandlung über die Garnison von Magdeburg, das Arbeiten mit zeitgenössischen Quellen und eine Übersicht über die in der Bilderhandschrift gezeigten und im Tagebuch erwähnten Truppen, einmal in chronologischer Reihenfolge und einmal aufgeschlüsselt nach Ländern und Einheiten - eine unentbehrliche Hilfe für jeden Heereskundler, historisch Interessierten und Modellbauer von napoleonischen Figuren.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Schuchardt, P. (Hrsg.)
Titel
Die Elberfelder Bilderhandschrift
Details
59 Tafeln mit 235 farbigen Uniformdarstellungen, viele sw-Abbildungen, Großformat. 280 Seiten.