Als sich im Jahre 1809 Österreich gegen Napoleon erhob, während das von den Franzosen besetzte Preußen neutral blieb, zog Schill eigenmächtig mit seinem Husarenregiment (2. Brandenburgisches Husaren-Regiment) gegen den Feind. Er wurde aber von der Übermacht nach Stralsund abgedrängt, wo er im Straßenkampf fiel.
Der Augenzeugenbericht des Stralsunder Malers Brüggemann kommt der Wahrheit über Schills Tod in der Fährstraße wohl am nächsten. Schill kam noch bis in die Fährstraße, die zu der Zeit fast leer war. Etwa acht bis zehn holländische Soldaten standen an der Ecke Bechermacherstraße und ein Soldat vor dem Fährstraße 25, der sich ein auf dem Pflaster liegendes Gewehr besah und aufnahm. Die anderen Soldaten erkundigen sich bei dem Malers Brüggemann, wo der nächste Tabakladen sei. Plötzlich wirft der Soldat vor den Hause Fahrstraße 25 das eben hochgehobene Gewehr fort, nimmt sei eigenes und schießt nach der Schillstraße. Die anderen Soldaten, durch den Gewehrschuss aufmerksam geworden, blicken hoch und sehen einen feindlichen Offizier(Schill), der mühsam ein Pferd im Galopp hält. Die Holländer greifen zu ihren Gewehren und schießen auf Schill, der durch einen Kopfschuss getroffen, tot von Pferd fällt.
Bei den Kämpfen um Stralsund am 31.05.1809 waren beteiligt:
Die Verteidigungskräfte unter dem Kommando von Schill: 4 Infanterieregimenter ½ Bataillon der Landwehr von Rügen 2. Husarenregiment von Brandenburg 1 Ulanenregiment 200 schwedische Artilleristen 15 Kanonen
Das Angriffskontingent unter General Gratien und Major Ewald. Das holländische Kontingent mit 5000 Mann unter General Gratien. 6. und 9. Linienregiment 2. deutsche Kürassier Regiment 12 Kanonen Das dänische Kontingent mit 2100 Mann unter Major Ewald Oldenburger-Infanterieregiment Holsteiner Infanterieregiment Husaren Leichte Kavallerie 10 Kanonen
Während der Kämpfe wurden auch 11 Schillsche Offiziere gefangen genommen. Am 16. September 1809, nachmittags um 13 Uhr wurden die Gefangenen jeweils zu zweit aneinander gefesselt und auf eine Wiese an der Lippe geführt, wo sie von einem Kommando von 66 französischen Grenadieren erwartet wurden. Mit unverbundenen Augen und aufrecht standen die 11 Männer in einer Reihe da und ließen den preußischen König Friedrich Wilhelm noch ein letztes Mal hochleben. Sie warfen ihre Mützen in die Luft und befahlen dann selbstständig das Kommando Feuer.10 der 11 Männer fielen im nächsten Augenblick zu Boden. Nur Albert von Wedell wurde an der Schulter verletzt und er riss seine Weste auf, deutete auf sein Herz und rief Hierher, Grenadiere!. Nun wurde auch er tödlich getroffen und sank zu seinen toten Kameraden zu Boden.
Gruppe
Flache Figur(en)
Beschaffenheit
unbemalt
Größe/Maßstab
Größe 30 mm
Material
Zinnlegierung 55%Sn 39%Pb 6%Sb
Anzahl Teile
5
Zeit
1809
Nationalität/Ort
Deutschland
Zustand
Ladenneu
Kein Spielzeug! Nicht für Kinder unter 14 Jahren!
Thomas Körner Garzauer Chaussee 1a 15344 Strausberg Deutschland