Dieses Buch erschien erstmals im Jahr 1936; Ralph Mottram diente den Großteil des Krieges an der Westfront - zunächst bei den "Royal Norfolks" und später als Verbindungsoffizier zu den Zivilisten im vorderen Frontbereich der BEF, vornehmlich entlang der französisch-belgischen Grenze. Die Vorarbeiten für das Buch leistete er Ende 1935 und Anfang 1936, wenngleich er die alten Schlachtfelder bereits zuvor wieder besucht hatte. Er behandelt weite Teile des ehemaligen Kriegsgebiets in Frankreich und Flandern und wählt dabei den originellen Ansatz, das Gebiet in fünf Abschnitte zu unterteilen - eine Gliederung, die sich grob an den Frontabschnitten der fünf Armeen der BEF orientiert. Es ist faszinierend, die heutige Somme-Region und den "Salient" durch die Augen eines begabten Autors und Veteranen jenes Feldzugs zu betrachten - eines Mannes, der sein Werk verfasste, just als die großangelegten Gedenk- und Bauarbeiten der "Imperial War Graves Commission" ihrem Abschluss entgegengingen und die Landschaft, die Dörfer und Städte bereits wieder ein gewisses Maß an Normalität erlangt hatten. Fast alles, was Mottram beschreibt - nur wenige Jahre, bevor das Gebiet erneut von einem Weltkrieg verwüstet werden sollte -, ist auch heute noch wiederzuerkennen. Was er diesem höchst persönlichen Reiseführer verleiht, ist der geschulte Blick eines Mannes, der während der Kriegsjahre inmitten der einheimischen Bevölkerung lebte und dennoch integraler Bestandteil jenes gewaltigen Unterfangens war, das die BEF darstellte. Als Literat füllt er das Buch mit scharfsinnigen Beobachtungen; dabei stellt er seine Beschreibungen stets in den Kontext der kämpfenden Soldaten, die er persönlich kannte, und greift zudem umfassend auf die Fülle an Material - Memoiren und historische Darstellungen - zurück, die in den Jahren unmittelbar nach dem Krieg erschienen war. Dieses Werk ist ein wahres literarisches Juwel über den Ersten Weltkrieg.