Herrscher (und angehende Herrscher) waren schon immer mit der Möglichkeit eines gewaltsamen Todes konfrontiert. Zwischen dem 7. und 18. Jahrhundert ereilte über 20 % aller britischen und europäischen Monarchen ein solches Schicksal. Einige starben in Schlachten oder bei Unfällen, aber die meisten wurden ermordet oder hingerichtet. Während der Zeit der Tudors und Stuarts wurden einige Monarchen Opfer einzelner Attentäter, andere wurden nach Palastputschen unter der Führung von Verwandten oder königlichen Beamten getötet, wieder andere nach einer Niederlage im Bürgerkrieg. Zu ihren Todesarten gehörten öffentliche Enthauptungen, innere Verletzungen infolge von Messerangriffen, das Niederhacken durch eine Gruppe von Adligen und rituelle Strangulation mit einer Seidenschnur. "Killing Monarchs" nimmt uns mit auf eine Reise durch Europa. Ausgehend von England und Schottland (Lady Jane Grey und Maria Stuart) geht es weiter nach Frankreich (König Heinrich III. und Heinrich IV.) und dann weiter nach Osten nach Russland (Zar Fjodor II. und verschiedene Thronprätendenten) und ins Osmanische Reich (Sultane Osman II. und Ibrahim I.). Anschließend kehrt es nach Großbritannien zurück, um zu untersuchen, warum Karl I. hingerichtet wurde. Das Buch vermittelt ein klares Bild der verschiedenen Kräfte, die damals in der Gesellschaft wirkten und sich in den Motiven der Königsmörder widerspiegeln - auch wenn viele von ihnen diese Motive nicht offen legten. Die Gier nach Macht, der Wunsch nach einem effektiveren Herrscher, religiöse Differenzen und gelegentlich auch der Wunsch, die Monarchie ganz abzuschaffen, spielten dabei eine bedeutende Rolle.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Heath, Richard
Titel
Killing Monarchs
Details
Englischer Text, 30 sw-Abb. 240 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Regicide in the Tudor and Stuart Age
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich