Nachdem Deutschland die 1930er Jahre mit einem ehrgeizigen, aber konfusen Versuch verbracht hatte, eine neue Schlachtflotte aufzubauen, begann es den Zweiten Weltkrieg völlig unvorbereitet. Unter dem Marinegruppenkommando West sollten seine schweren Schiffe und Jäger die Vorherrschaft der Alliierten im Atlantik herausfordern. In diesem Buch untersucht der Kriegsmarine-Spezialist Lawrence Paterson, wie das Marinegruppenkommando West diese Herausforderung annahm. Er bewertet die Qualitäten der Flotte neu und stellt fest, dass die Verwirrung über ihre ursprüngliche Rolle dazu führte, dass Schiffe wie die "Bismarck" für Raubzüge nicht gerade ideal waren. Um bis in den Indischen Ozean zu operieren, bedurfte es außerdem eines ausgeklügelten Tanker- und Versorgungsnetzes sowie der hervorragenden deutschen Signalaufklärung. Er erklärt auch die komplexe Kommandostruktur der Kriegsmarine in den 1930er Jahren und zu Beginn des Krieges, wie die Verantwortung für die Schiffe zwischen der Marinegruppe West, dem Marinestab und den Kommandanten der einzelnen Typen wechselte und wie die Eroberung Frankreichs das Kommando veränderte. Er erklärt auch, wie die Luftwaffe die Überwasserflotte im Stich ließ, sowohl bei der Aufklärung auf See als auch bei deren Verteidigung im Hafen. Mit großartigem Bildmaterial, 3D-Diagrammen, Karten und Archivfotos erforscht und bewertet dieses Buch den deutschen Handelskrieg, von der Fahrt der "Graf Spee" über die unglückseligen Unternehmungen der "Bismarck" bis hin zum letzten risikoreichen Rückzug aus Brest, dem "Kanaldurchbruch".
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Paterson, Lawrence/Laurier, Jim (Illustr.)
Titel
Kriegsmarine Atlantic Command 1939-42. Naval Group West's surface menace
Details
Englischer Text, Paperback, sehr viele Fotos, taktische Diagramme, Farbillustrationen von Schiffen und Abb. der Schiffsbewaffnungen. 80 Seiten.