Der Jagdverband (JV) 44 entstand infolge von Konflikten und Uneinigkeiten innerhalb der Luftwaffe. Nach einer Auseinandersetzung mit Reichsmarschall Hermann Göring wurde der Kommandeur der Jagdfliegerkräfte, Adolf Galland, seines Postens enthoben und verbannt. Ihm wurde die Erlaubnis erteilt, eine kleine Jagdstaffel aufzustellen, um zu beweisen, dass die revolutionäre Me 262 der kriegsentscheidende Düsenjäger war, für den er sie hielt. Galland - wohl der berühmteste deutsche Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs - versammelte eine kleine Gruppe desillusionierter und erschöpfter Jagdflieger und Fluglehrer der Luftwaffe und verlegte seine Einheit, den JV 44, nach München. Von dort aus operierte er mit der Me 262 gegen Flugzeuge der USAAF, die Ziele in Österreich und Süddeutschland bombardierten. In dieser Neubewertung des JV 44, die 30 Jahre nach seiner vielbeachteten und erfolgreichen ersten Studie über die Einheit erschien, untersucht der Historiker Robert Forsyth Gallands Beweggründe für die Aufstellung der Einheit und die Frage, ob sie eher als "Staffel der Fliegerasse" oder als "Staffel der Ausgestoßenen und Verbannten" zu bezeichnen ist. Das Buch enthält zahlreiche Augenzeugenberichte, die der Autor während seiner Recherchen in den 1990er-Jahren sammelte, als er mehrere ehemalige Piloten der Staffel traf.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Forsyth, Robert
Titel
Jagdverband 44
Details
Englischer Text, 16 Tafeln mit sw-Fotos. 352 Seiten.