Die Junkers F 13 war das erste Ganzmetall-Transportflugzeug der Welt, das gegen Ende des Ersten Weltkriegs in Deutschland entwickelt wurde. Es handelte sich um einen fortschrittlichen freitragenden Eindecker mit geschlossener Kabine für vier Passagiere. Es wurden 322 Flugzeuge dieses Typs hergestellt, eine außergewöhnlich hohe Zahl für ein Verkehrsflugzeug jener Zeit, und sie wurden rund um den Globus eingesetzt. Sie wurde dreizehn Jahre lang produziert und mehr als dreißig Jahre lang kommerziell genutzt. Die F 13 war zum Zeitpunkt ihres Baus ein sehr fortschrittliches Flugzeug, ein aerodynamisch sauberer Ganzmetalleindecker mit freitragenden Flügeln (ohne Außenverstrebungen). Selbst später in den 1920er Jahren waren sie und andere Junkers-Typen als unverspannte Eindecker im Zeitalter der Doppeldecker ungewöhnlich, nur die Fokker-Konstruktionen waren vergleichbar modern. Es war das erste Ganzmetall-Passagierflugzeug der Welt und das erste Junkers-Verkehrsflugzeug. Der Bezeichnungsbuchstabe F stand für Flugzeug; es war das erste Junkers-Flugzeug, das dieses System verwendete. In früheren Junkers-Notationen wurde sie als J 13 bezeichnet. Wie alle Junkers-Konstruktionen mit Duraluminium-Struktur, von der J 7 von 1918 bis zur Ju 46 von 1932 (etwa 35 Modelle), verwendete sie eine Struktur aus einer Aluminiumlegierung (Duraluminium), die vollständig mit der für Junkers charakteristischen gewellten und gespannten Duraluminiumhaut überzogen war. Das Innere des Flügels war auf neun Duraluminiumholmen mit kreisförmigem Querschnitt und Querverstrebungen aufgebaut. Hinter dem einzigen Motor befand sich ein halbgeschlossenes Cockpit für die Besatzung, überdacht, aber ohne Seitenverglasung. Es gab eine geschlossene und beheizte Kabine für vier Passagiere mit Fenstern und Türen in den Rumpfseiten. Die Passagiersitze waren mit Sicherheitsgurten ausgestattet, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war. Die F 13 verfügte über ein festes konventionelles geteiltes Fahrwerk mit einer hinteren Kufe, obwohl einige Varianten auf Schwimmern oder Skiern landeten. Die F 13 flog erstmals am 25. Juni 1919, angetrieben von einem 127 kW (170 PS) starken wassergekühlten Mercedes D IIIa-Reihenmotor. Die ersten Serienmaschinen hatten einen Flügel mit größerer Spannweite und Fläche und waren mit dem stärkeren 140 kW (185 PS) BMW IIIa Reihenmotor mit Wasserkühlung ausgestattet.