Die Nationale Volksarmee und insbesondere die Grenzsoldaten waren eine wichtige Stütze der SED-Herrschaft. Fahnenflucht wurde deshalb mit politischer Bedeutung aufgeladen und hart bestraft. Wie haben die Justizakteure das Delikt konstruiert? Welche Strafverfolgungspraktiken ergaben sich daraus? Welche Rolle spielten Teilöffentlichkeiten? Konstantin Neumann hat die Fälle von 1.111 verurteilten Deserteuren statistisch analysiert. Anhand einer Stichprobe von 97 Personen wertet er Ermittlungs- und Überwachungsakten, staatliche Sachakten, Gesetzeskommentare, Memoiren und weitere Quellen aus und liefert so in einer empirisch gesättigten Fallstudie einen neuen Forschungsbeitrag zur DDR-Justiz.
Autor
Neumann, Konstantin
Titel
Fahnenfluchten in der DDR
Details
464 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Die Strafverfolgung desertierter NVA-Soldaten 1963–1989
Links Verlag Prinzenstr. 85D 10969 Berlin Deutschland