Die traditionelle Geschichtsschreibung, zumindest in unserer Sprache, hat die Geschichte der Luftangriffe der Luftwaffe auf Großbritannien stets heruntergespielt, wenn nicht gar verunglimpft. Kurz gesagt, es hieß immer, den Deutschen hätten die Mittel für eine strategische Bombardierungskampagne gefehlt. Das unbezwingbare britische Volk, dessen Moral durch die feindliche Luftoffensive nicht einmal erschüttert wurde, habe den Rest erledigt. Im Grunde war der Blitz nur ein unbedeutender Nebenaspekt der Luftschlacht um England. Diese Studie zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall war. Die Luftwaffe war 1940/41 die beste Luftwaffe der Welt und durchaus in der Lage, eine strategische Luftoffensive zu planen und durchzuführen. Damals verfügte niemand über die notwendigen Mittel für eine solche Luftoperation. Es ist jedoch sowohl ungerecht als auch konzeptionell falsch, die Ereignisse zu Beginn des Krieges mit den Leistungen des Bomber Command und der 8. US-Luftflotte in den Jahren 1944 und 1945 zu vergleichen. Zum Zeitpunkt des "Blitz Spirit" war die Moral der britischen Zivilbevölkerung im späten Frühjahr 1941 am Rande des Zusammenbruchs. Die Arbeit, die sich auf Dokumente und eine umfangreiche englischsprachige Bibliografie stützt, untersucht außerdem zwei weitere Luftoffensiven der Luftwaffe: die Baedeker-Angriffe im Frühjahr 1942 und den "Baby Blitz" von 1944.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Alberti, Agostino/Merli, Luca
Titel
I Blitz
Details
Italienischer Text, Paperback. 196 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Le offensive aeree della Luftwaffe sul Regno Unito