Band 20 der Reihe "From Retinue to Regiment 1453-1618". Während des 16. Jahrhunderts wurde das Mittelalter in Japan hinter sich gelassen, als die Samurai eine militärische Revolution erlebten, die mit der Einführung von Feuerwaffen und der Mobilisierung großer Armeen einherging, die von steinernen Burgen aus kämpften. Die Geschichte dieser gewalttätigen Zeit lässt sich perfekt in den Feldzügen von fünf Generationen einer herausragenden Kriegsherrenfamilie zusammenfassen: den Hojo von Schloss Odawara.
Der Begründer der Dynastie griff 1487 eine hölzerne Festung mit Pfeil und Bogen an, sein Ur-Ur-Enkel verteidigte 1590 eine riesige Burg mit Kanonen. Die nachfolgenden Hojo-Kriegsherren waren Zeitgenossen berühmter Samurai wie Takeda Shingen, Uesugi Kenshin und Oda Nobunaga, deren Armeen sie bekämpften und besiegten, doch ihr Ende kam durch Toyotomi Hideyoshi, den "Napoleon Japans", der die Hojo in einer gewaltigen Belagerung ihrer mächtigen Burg Odawara besiegte. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts der Kriegsführung anhand japanischer Quellen, die bisher nicht ins Englische übersetzt wurden. Es ist spektakulär illustriert mit Fotos von Rüstungen und Waffen sowie neu in Auftrag gegebenen Kunstwerken. Detaillierte und aussagekräftige Berichte über die Feldzüge zeigen, dass die Hojo-Samurai "jeden erdenklichen Trick" anwandten, von Seeüberfällen bis zu Ninja-Angriffen. Es gibt auch viele Überraschungen, wie den Einsatz von Hunden als Boten und die Enthüllung, dass die endgültige Belagerung von Odawara im Jahr 1590 keine leichte Angelegenheit war. Als die Hojo-Dynastie ihr glorreiches Ende fand und ihr letzter Patriarch Harakiri beging, waren Japan und die Samurai-Kriegsführung für immer verändert.