Band 4 der Reihe "From Alexander to Adrianople 3000 BCE-400 CE". Ägypten ist der ideale Ausgangspunkt für alle, die sich mit den Institutionen der Nachfolger Alexanders des Großen beschäftigen möchten. Kein anderes hellenistisches Königreich hat das Glück, über einen solchen Reichtum an Quellen zu verfügen, insbesondere im militärischen Bereich. Die erhaltenen Dokumente bieten Einblicke in die Armee bis hinunter auf die Ebene einzelner Kommandeure und Soldaten. Diese Armee, Erbin der mazedonischen Traditionen, wird in "The Armies of Ptolemaic Egypt" ausführlich untersucht. Die Organisation der ptolemäischen Armee wird über die Jahrhunderte ihres Bestehens hinweg nachgezeichnet, wobei theoretische Modelle mit empirischen Belegen abgeglichen werden. Ihre Entwicklung, geprägt von den Herausforderungen der Zeit, wird dabei deutlich sichtbar. Eines der auffälligsten Merkmale ist die Modernität ihrer Struktur. Weit entfernt von den starren pyramidenförmigen Systemen, die von zeitgenössischen Taktikern - insbesondere von Asklepiodotos in seiner "Tactica" - beschrieben wurden, weist die ptolemäische Organisation eine überraschende Ähnlichkeit mit der des Europas des 17. Jahrhunderts auf. "The Armies of Ptolemaic Egypt" wird durch zahlreiche Illustrationen bereichert, von denen viele aus Statuetten, Fresken und bemalten Stelen stammen und die das Aussehen der ptolemäischen Soldaten vom 3. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. lebendig werden lassen.