Band 104 der Reihe "Century of the Soldier 1618-1721". In der Schlacht bei Lützen 1632 versuchten zwei der berühmtesten und brillantesten Feldherren des Dreißigjährigen Krieges, den Krieg mit einer einzigen erbitterten Schlacht zu beenden. Am Ende verlor der eine sein Leben und der andere seinen Willen weiterzukämpfen. Einen Tag nach der Schlacht wurde das Geheimnis um den Tod von Gustav Adolf benutzt, um die Fakten über die Schlacht zu verdrehen - eine Legende, die sich bis in die Neuzeit fortsetzte.
Dieses Buch enthält die Ergebnisse einer systematischen vierjährigen Metalldetektoruntersuchung auf dem Lützener Schlachtfeld, die im Rahmen eines Forschungsprojekts durchgeführt wurde. Ziel war es, eine neue Datenquelle zu schaffen, indem mehrere Tausend mit der Schlacht in Verbindung stehende Artefakte kartiert und archäologische Untersuchungen durchgeführt wurden, um Licht in Wallensteins "Schützengräben" zu bringen. Es wurden Arbeiten an Feuerwaffen aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert durchgeführt, um die Bleigeschosse vom Schlachtfeld auszuwerten und Karten zur Verteilung der Artefakte zu erstellen. Alle schriftlichen und bildlichen historischen Quellen wurden geprüft und die Standorte der Augenzeugen ermittelt, um ihre Glaubwürdigkeit und Genauigkeit zu bewerten. Ihre Berichte wurden mit den archäologischen Ergebnissen verglichen und dann in eine Landschaftsanalyse einbezogen, um topografische Merkmale hervorzuheben, die die taktischen Bewegungen beeinflussten. Die Schlacht wurde in mehrere Episoden unterteilt, durch die der Leser Schritt für Schritt durch die Schlacht geführt wird, indem jede verfügbare Quelle, die sich mit jedem Ereignis befasst, interpretiert und ausgewertet wird. Die Erörterung der Zuverlässigkeit von Augenzeugen und Sekundärquellen, der Möglichkeiten und Grenzen der Schlachtfeldarchäologie sowie die Bewertung von Waffeneffizienz, Truppengeschwindigkeit, Taktik, Sichtlinie und topografischen Merkmalen helfen dem Leser, die Methodik der Schlachtforschung besser zu verstehen.