Ein Band aus der Reihe "Africa @ War". Die Mechanisierung der Armeen, die Industrialisierung der Kriegsführung und die Bipolarisierung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg schienen die Söldner auf einige wenige Randkonflikte zu beschränken. Das Chaos der Entkolonialisierung führte jedoch zur Entstehung einer modernen Söldnertruppe. Unter diesen Söldnern, diesen "Kriegshunden", nehmen die Franzosen einen besonderen Platz ein. Aus dem Schicksal der französischen Söldner, das von Misserfolgen und Erfolgen geprägt ist, ergibt sich ein wenig bekannter Aspekt der Geschichte der Konflikte in Afrika, an der Schnittstelle zwischen den Ambitionen des Kalten Krieges und dem Wunsch Frankreichs, seinen Einfluss in Afrika aufrechtzuerhalten. Die französischen Söldner in Afrika zeigen, dass sie oft als bewaffneter und geheimer Arm Frankreichs dienten, insbesondere um dessen Konkurrenten, vor allem die Angelsachsen, zu bekämpfen. Vom Kongo bis zum Indischen Ozean, über Biafra, Angola, Tschad, Rhodesien und Libyen, wurden französische Söldner durch eine Reihe von symbolträchtigen und für manche geradezu legendären Figuren wie Roger Faulques, Rolf Steiner, Jean Kay und René Dulac bekannt. Der emblematischste von allen, Bob Denard, der König der Söldner und Albtraum der Präsidenten, machte seine Karriere von seinen Erfahrungen in Katanga bis zu seiner Vorherrschaft über die Präsidentengarde der Komoren zwischen 1978 und 1989. "French Mercenaries in Africa" zeichnet den Weg dieser Kämpfer nach, die "eine bestimmte Vorstellung von Frankreich" auf den afrikanischen Kontinent brachten. Basierend auf den Aussagen und Erinnerungen der Söldner sowie auf wissenschaftlichen Arbeiten und offiziellen Dokumenten ist das Buch reich illustriert mit Originalfotografien und eigens angefertigten Farbprofilen und stellt eine unverzichtbare Referenzquelle dar.