Die Armee Friedrichs des Großen war eine berühmte Armee, aber sie wurde nicht immer verstanden. Sie wurde für die Einführung revolutionäre Maßnahmen in die Kriegskunst gelobt und für die Brutalität ihrer Disziplin berüchtigt, aber wie funktionierte dieses Kriegsinstrument wirklich? Dies ist eine Studie des größten Heeres seiner Zeit, geschrieben von einem der besten Kenner der Heere des 18. Jahrhunderts.
Die preußische Militärmaschinerie wird im Detail betrachtet, von ihrer Spitze bis ganz unten, von den Mentalitäten ihrer Junker, die sie geführt haben, bis zur Uniformierung ihrer einfachen Soldaten. Die Taktiken, die Rekrutierung und die Finanzen des Militärs werden offengelegt. Dies ist viel mehr als eine rein technische Studie einer Armee, denn wir sehen, wie sich diese Regimenter in den blutigen Schlachten des Siebenjährigen Krieges schlugen, und wie sie die langen Jahre inhaftierungsähnlicher Unterbringung in den Kasernen in Friedenszeiten ertrugen. Das Bild einer schlagkräftigen Armee, die eher von Angst als von echter Führung geprägt ist, ist nur teilweise zutreffend, aber die Schwierigkeiten, einem harten Vorgesetzten wie Friedrich dem Großen zu dienen, werden von Soldaten und Beobachtern aller Ränge gut beschrieben. Der Leser erlebt den Aufstieg der Kavallerie vom Lächerlichen zum Prächtigen; die einst unbesiegbare Infanterie blutete aus, und die leichten Truppen verwandelten sich von einer vernachlässigbaren Größe in den Schrecken ihrer Feinde.