Wie funktionierte eine Armee im 18. Jahrhundert? Dieses Buch ist die bisher wichtigste Untersuchung einer solchen Armee, verfasst vom führenden Militärhistoriker dieser Zeit. Maria Theresia hatte ihr Erbe beinahe durch grundlose Angriffe ihrer Nachbarn verloren. Ihre Armee hatte ihr damals zur Seite gestanden und versuchte nun verzweifelt, sich zu verbessern, da sie sich Friedrich dem Großen, dem Meister der damaligen Zeit, stellen musste. Doch sie und ihre Minister standen bald vor dem Dilemma, wie man einen Krieg führen kann, ohne das zu opfern, wofür man kämpft. Die Struktur der Armee, das Leben ihrer Soldaten, ihre Stärken und Schwächen, die Persönlichkeiten, die ihr von oben bis unten einen so einzigartigen Charakter verliehen, werden alle berücksichtigt. Nicht nur das Österreich Maria Theresias wird untersucht, sondern es werden auch faszinierende Einblicke in die preußischen Gegner und die französischen, schwedischen und russischen Armeen gewährt. Es wurden Anstrengungen unternommen, um die Armee, den Staat und die Welt der Diplomatie neu zu gestalten. Maria Theresia wollte ihrer Armee eine Mutter sein und ihr ebenso treu dienen, wie diese ihr diente. Dies ist eine Studie über die Probleme, mit denen sie konfrontiert waren. Die Armee und ihre Bedürfnisse wirkten sich auf alles um sie herum aus. Wehrpflicht, Besteuerung, Verfassungsänderungen, Bürokratie, Logistik - all dies beherrschte Länder, die nie einen Feldzug erlebten. Für die meisten Bewohner Mitteleuropas war die Armee der Staat, und ihr Leben kann nicht verstanden werden, ohne sie zu untersuchen. Die Wehrpflicht sagt viel über die Heimatländer der Soldaten aus - die Sprachen, die sie sprachen, die Berufe, die sie ausübten, ihre Bereitschaft, einem für viele fremden Monarchen zu dienen. Die Armee bietet einen wichtigen Einblick in Böhmen, Ungarn, Kroatien, die Lombardei, Belgien und Österreich im 18. Jahrhundert. Selbst die weit entfernten Iren spielten in dieser Armee eine wichtige Rolle. Aber dies ist kein trockener Kommentar. Das 18. Jahrhundert wird nicht nur durch die Worte von Christopher Duffy zum Leben erweckt, sondern auch durch die des scharfsinnigen Diplomaten Kaunitz, erfahrener Generäle wie Daun und Loudon, preußischer Spione und ausländischer Attachés, eines zynischen belgischen Prinzen und eines jungen italienischen Offiziers und vieler anderer. Ihre Berichte aus erster Hand erklären die Erfolge und Misserfolge Österreichs im Krieg. Die Schlachten und Feldzüge des Siebenjährigen Krieges können nicht ohne Kenntnis der Instrumente verstanden werden, die für die Durchführung eines solchen Krieges erforderlich sind. Jeder ernsthafte Militärhistoriker sollte dieses Buch lesen.