Der Name Kalaschnikow ist weltberühmt. Weniger bekannt ist, dass Waffen dieses Typs nach sowjetischer Lizenz und durch eigene Entwicklungen ergänzt im erzgebirgischen Ort Wiesa bei Annaberg-Buchholz gefertigt wurden. Der VEB (Volkseigene Betrieb) Geräte- und Werkzeugbau Wiesa hatte ein breites Zuliefernetzwerk, wobei das Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Suhl und die Döbelner Blech-und Metallwarenwerke eine wesentliche Rolle spielten.
Vor der Wiedervereinigung hatte der Betrieb in Eigenregie die Sturmgewehrfamilie Wieger (Akronym aus Wiesa und Germany beziehungsweise Gerätewerk) entwickelt. Die Wieger konnte sich durch ihre Zuverlässigkeit, Präzision und Robustheit in verschiedensten Klimazonen gegen damalige Mitbewerber durchsetzen und sollte unter anderem mit zehn Millionen Stück bei der drittgrößten Armee der Welt eingesetzt werden. Der Begleitband zu einer Ausstellung im Waffenmuseum Suhl soll einen Überblick der Waffenmodelle, der Betriebsorganisation, Fertigungstechnologie und der damaligen politischen Situation des VEB Geräte- und Werkzeugbaus Wiesa (GWB Wiesa) geben.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Herold, Rigo
Titel
Von der Kalaschnikow zur Wieger. Militärwaffenproduktion in der DDR
Details
Paperback, viele überwiegend farbige Fotos, sw-Zeichnungen, Großformat. 103 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Verein für Suhler Waffen- und Stadtgeschichte e.V. Friedrich-König Str. 19 98527 Suhl Deutschland