Der Orden der Brüder vom Deutschen Haus der Heiligen Maria in Jerusalem wurde im XII. Jahrhundert im Heiligen Land gegründet, um Pilgern in Outremer zu helfen und Hospitäler zu errichten.
Von Anfang an waren die Interessen und Expansionspläne des Ordens eher auf Nordosteuropa als auf das Heilige Land gerichtet. Einer der frühesten und berühmtesten Großmeister, Hermann von Salza, startete bereits 1230 einen Kreuzzug gegen die Preußen. Seitdem nahm das Engagement des Ordens im Ostseeraum kontinuierlich zu.
Im frühen XV Jahrhundert begann der Orden, seine Macht in der Region zu verlieren. Mit der Christianisierung Litauens verschwand sein Hauptzweck in Europa, und auch die Niederlage in der Schlacht von Tannenberg gegen ein polnisches und litauisches Heer im Jahr 1410 war ein schwerer Schlag für seine Bestrebungen. Trotzdem behielten sie, da sie als Feudal- und Handelsmacht gewachsen waren, bis ins nächste Jahrhundert hinein eine mächtige Präsenz.
Unsere Figur stellt einen Deutschordensritter aus der Zeit des Preußenkreuzzuges dar, mit dem Wappen des Großmeisters Konrad von Thüringen. Natürlich kann die Figur auch mit jedem anderen Ritterorden oder Ritterschema aus der gleichen Zeit bemalt werden. Sie enthält einen optionalen großen Helm, der als alternativer Kopf oder als Dekoration im Sockel platziert werden kann.