Das mongolische Khanat, das als "Goldene Horde" bekannt ist, wurde 1255 von Batu Khan, dem Enkel des legendären Dschingis Khan, gegründet.
Aufgrund des einzigartigen Charakters dieses Nomadenreichs war es, auch wenn es zum größten zusammenhängenden Landreich der Geschichte wurde, von Anfang an einer Tendenz zur Zersplitterung und inneren Machtkämpfen unterworfen. Als Batu Khan an die Macht kam, war es bereits in große Königreiche zersplittert. Die Länder der Goldenen Horde befanden sich in der nordwestlichen Ecke des Reiches und erstreckten sich von Sibirien und Zentralasien bis nach Osteuropa.
Der Höhepunkt der Macht dieses Reiches fand 1380 unter Tokhtamysh Khan statt, dem letzten großen Herrscher der Horde, der kurzzeitig alle Gebiete unter seinem Kommando vereinigte. Die Invasion Timurs, des Gründers des Timuridenreiches, im Jahr 1396 stürzte jedoch die gesamte Region ins Chaos und zersplitterte in kleinere Khanate, deren Einfluss stetig abnahm.
Der Einbruch der Mongolen nach Westen veränderte die Geschichte radikal. Diese mächtige Streitmacht aus erfahrenen Reitern und berittenen Bogenschützen markierte einen Meilenstein in der mittelalterlichen Kriegsführung.