"El Monte de las Ánimas" (Der Berg der Geister), ist eine klassische Horrorgeschichte aus der spanischen Literatur. Der Autor, Gustavo Adolfo Bécquer, ist einer der bedeutendsten Dichter und Schriftsteller der spanischen Postromantik und hat ein umfangreiches Werk alter Märchen und Legenden aus den Regionen Kastilien und Aragonien verfasst.
Diese Geschichte ist ein klassisches gotisches Schauermärchen, das mit einem jungen Paar auf einer Jagdgesellschaft beginnt. Alonso erklärt seiner Cousine Beatriz, dass eine weit entfernte Kapellenruine, die sie auf dem Berg sehen, einst den Tempelrittern gehörte, die während der "Reconquista" in die Gegend kamen. Ihre Rivalität mit dem örtlichen Adel endete in einem Blutbad, und die Gegend gilt seither als heimgesucht.
Später stellt Beatriz fest, dass sie auf dem Berg ein Abzeichen verloren hat, das Alonso ihr als Zeichen der Zuneigung geschenkt hatte. Ihre Cousine beschließt, nicht bis zum Morgengrauen zu warten, und kehrt mitten in der Nacht zurück, um das Abzeichen zu holen...