Am 24. Februar 1814 wurde Antoine Roederer zum Präfekten des Departements Aube ernannt. Die alliierten russischen, schwedischen, preußischen und österreichischen Armeen der 6. Koalition besetzten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Großteil des Nordostens des Landes. Antoine Roederer begab sich zu seinem Amtssitz in Troyes, musste die Stadt jedoch bald nach dem Rückzug der Marschälle Macdonald und Oudinot wieder verlassen. Er zog sich nach Provins zurück, wo er seine Verwaltungsaufgaben so gut es ging weiterführte. Nach seiner Rückkehr nach Paris begibt sich Präfekt Roederer zum Innenminister, dem Grafen von Montalivet, bevor er in die Aube zurückkehrt und sich anschließend zum Hauptquartier des Kaisers begibt. An diesem Punkt beginnt sein Bericht, der ihn mit zwei provisorischen Kavallerieregimentern am Tag der Schlacht nach Fère-Champenoise führt... Seine Genauigkeit und Aufrichtigkeit machen sie zu einem wichtigen Zeugnis dessen, was die Soldaten und Einwohner Ostfrankreichs damals erlebten, was Antoine Roederer selbst bereits gespürt hatte, als er dem Regentschaftsrat einen kurzen Bericht über seine Reise vorlegte, in Abwesenheit des Kaisers, der seine Stiefel als General und Taktiker wieder angezogen hatte, um an der Spitze eines Teils der nun zersplitterten Armee den beiden wichtigsten verbündeten Armeen entgegenzutreten. Antoine Roederer war fast 32 Jahre alt, verfügte jedoch bereits über fünf Jahre Erfahrung in dieser Funktion. Er wurde am 14. Mai 1782 in Metz geboren und war der jüngste Sohn des Staatsrats Antoine Marie Roederer. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und begann seine Karriere 1805 als Auditor im Staatsrat, bevor er ebenfalls in den Dienst von Joseph Bonaparte, dem damaligen König von Neapel, trat, dessen Generaldirektor für direkte Steuern und 1807 Kammerherr er wurde. Nach seiner Rückkehr in den Staatsrat wurde Antoine Roederer im September 1809 zum Präfekten des italienischen Departements Trasimeno in Spoleto ernannt, ein Amt, das er bis 1814 ausübte. Am 4. November 1809 heiratete er Adélaïde Catherine Berthier, die älteste Tochter von General César Berthier und Nichte des Marschalls. Der junge Präfekt wurde durch Dekret vom 3. Dezember 1809 und Patentbrief vom 16. Juni 1810 zum Baron des Kaiserreichs ernannt und am 30. Juni 1811 zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen.