Die französische Marine ist eine der letzten Institutionen, die sich mit Fug und Recht der menschlichen Dimension ihrer Besatzung rühmen kann. Sobald die letzte Ankerleine eines ihrer Schiffe ins Wasser geworfen wird, entsteht in wenigen Augenblicken eine ganz besondere Welt. Eine Gruppe von Männern und Frauen verlässt das Festland, um in einem abgeschlossenen Umfeld fernab vom Familienleben eine gemeinsame Erfahrung zu machen mit einer spezifischen Mission im Dienste Frankreichs. Wochen- und Monate der Abwesenheit. Einschränkungen durch das Zusammenleben. Mitunter harte Arbeitsbedingungen. Und doch die immer wieder aufs Neue erwachte Sehnsucht, wieder in See zu stechen. Für einen Seemann ist der Alltag auf See eine gewöhnliche Erfahrung in einer außergewöhnlichen Welt. Er ist zugleich eine faszinierende Mischung aus Gegensätzen zwischen Handlung und Tradition. Doch eine Besatzung ist mehr als nur eine Gruppe von Seeleuten: Sie formt sich und lebt in einem Umfeld, das sie prägt und sich um drei wesentliche Elemente dreht: das Schiff, das Meer und die Häfen. Zusammen mit den Männern bilden diese drei Elemente den roten Faden dieses Buches. Die Fotografien entstanden während der Einschiffung an Bord der wichtigsten Schiffe der französischen Marine, von den bekanntesten wie dem Flugzeugträger Charles de Gaulle und dem Hubschrauberträger Jeanne dArc bis hin zu den eher anonymen Patrouillenbooten, Avisos, Fregatten oder Schonern, einschließlich Atom-U-Booten oder Raketenwerfern.