Gladiatorin, weiblicher Gladiator. Im Britischen Museum in London befindet sich ein Relief, das in das 2. Jahrhundert n. Chr. datiert wird und in Halikarnassos, dem heutigen Bodrum in der Türkei, gefunden wurde. Es zeigt zwei Gladiatorinnen, die soeben von dem vom Kampf begeisterten Publikum ehrenhaft aus der Arena nicht jedoch aus der Gladiatorenschule entlassen werden. Dieses Unentschieden (stantes missio) galt fast noch mehr als ein Sieg, da es äußerst selten vorkam. Sogar die Namen, unter denen diese zwei Gladiatorinnen (lateinisch gladiatrix) auftraten, sind bekannt: Amazona und Achilla. Trotz dieser überlieferten Abbildung, welche die beiden Kombattantinnen in der Ausrüstung von provocatores zeigt, waren weibliche Gladiatoren die Ausnahme in den Gladiatorenkämpfen. Zwar hatte schon Nero Frauen (und auch Kinder) gegeneinander und gegen Kleinwüchsige kämpfen lassen, normalerweise diente der Einsatz dieser Personengruppen aber eher der Erheiterung des Publikums. Der Einsatz weiblicher Gladiatoren widersprach zu sehr der Grundidee der Gladiatoren, dass die in der Arena Kämpfenden die alten römischen Militärtugenden von Mut, Standhaftigkeit und Siegeswille demonstrierten. Deswegen fanden sich nicht viele Anhänger für Frauenkämpfe. Kaiser Septimius Severus ließ im Jahre 200 n. Chr. den Einsatz weiblicher Gladiatoren verbieten.
Gruppe
Vollplastische Figur(en)
Beschaffenheit
unbemalt, unmontiert (Bausatz, Kit)
Größe/Maßstab
Größe 54 mm
Material
Resin
Zustand
Ladenneu
Kein Spielzeug! Nicht für Kinder unter 14 Jahren!
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