Im Jahr 2006 war die "Shock and Awe"-Kampagne zur Sicherung der großen Städte beendet, und der Irakkrieg war in eine für die Betreiber von "Black Flag One" fremde Phase eingetreten. Mit ihrem Motto "schnell, leise, tödlich" waren die US-Marines des 2. Aufklärungsbataillons für unkonventionelle Kriegsführung ausgebildet, aber sie hatten die Aufgabe, Teile des Landes zu halten und zu sichern, und mussten sich Aufständischen stellen, die ihre Taktik anpassten, um mit "Unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtung" (USBV) so viele Koalitionssoldaten wie möglich zu töten. Es war eine schreckliche neue Phase des Krieges, in der jeder unebene Fleck Erde, jedes Stück Müll, jeder sich seltsam verhaltende Zivilist den sofortigen Tod bedeuten konnte. In diesen Hexenkessel des Hasses kam ein junger Marine-Aufklärungsscharfschütze. Brennan Morton war schon immer vom Krieg und vom Militär fasziniert und hatte sich nach dem 11. September als Soldat bei den Marines gemeldet. Seine eindringlichen Memoiren, die auf Anregung seines Therapeuten bei der Veteranenbehörde entstanden sind, führen den Leser durch die Auswahl und Ausbildung und die erste Patrouille, die nach Verstecken sucht, bis hin zu endlosen Nachtwachen und tödlichen Angriffen mit improvisierten Sprengvorrichtungen.