Die Studie untersucht, wie sich die verschiedenen an der Schlacht von Waterloo beteiligten Nationen an dieses militärische Großereignis erinnern, wobei Franzosen, Briten und Deutsche den Schwerpunkt bilden. Es wird danach gefragt, wie der Mythos Waterloo entstand und wie er sich im Laufe von zwei Jahrhunderten verändert hat. Die Schlacht von Waterloo beendete ein Jahrhundert des Krieges zwischen Frankreich und Großbritannien und wurde zu einem wichtigen Teil ihrer nationalen Identität. Für die Briten war der Sieg am 18. Juni 1815 ein Symbol für die Hegemonie Großbritanniens in der Welt, für die Franzosen hingegen ein nationaler Schandfleck und eine militärische Katastrophe, die es auf unterschiedliche Art und Weise "glatt zu Bügeln" galt. Sie diente den politischen Bedürfnissen beider Länder und fand ihren Wiederhall in Büchern und in der Kunst, wo sie eine zunehmende Mystifizierung erfuhr. Die Art und Weise, in der Waterloo für Unterhaltungszwecke genutzt wurde, wird ebenfalls erkundet, als Schlachtfeldtouristen aus der ganzen Welt kamen, um die legendäre Schlacht durch Visualisierungen, wie z.B. die Wanderpanoramen in Großbritannien, und die Gedichte von Sir Walter Scott quasi selbst zu erleben.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Fitzpatrick, Timothy
Titel
The Long Shadow of Waterloo. Myths, Memories and Debates