"Burned and Blasted" untersucht ein zentrales Dilemma der modernen Kriegsführung: Wie vereinbaren Staaten, die liberale Ziele verfolgen, diese Ideale mit der extremen Gewalt des Häuserkampfs? Städte fungierten seit jeher als entscheidende politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Knotenpunkte, die maßgeblich durch Kriege geprägt wurden. Indem er vier Schlüsselprozesse urbaner Kampfzonen identifiziert - vernetzte Komplexität, symbolische Wirkungskraft, interne Fragmentierung und revolutionäres Potenzial -, legt Jonathan Burden dar, wie sich Strategie im urbanen Krieg bewähren muss, und vergleicht, wie liberale und nicht-liberale Kräfte der Herausforderung des Kampfes in Städten begegnen. Fallstudien analysieren den strategischen Erfolg von Konflikten, die von liberalen oder demokratischen Kräften geführt wurden - vom italienischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg über das französische Vorgehen in Algerien (1954-62) und die britischen Operationen in Basra (2003-09) bis hin zur von den USA unterstützten Befreiung von Raqqa im Jahr 2017. Diesen Beispielen werden Fälle gegenübergestellt, in denen illiberale Mächte urbane Konflikte austrugen: die deutsche Invasion und Besetzung Warschaus (1939-45), die russische urbane Kriegsführung seit dem Zweiten Weltkrieg, die Eroberung Mossuls durch den IS sowie der strategische Einsatz von Gewalt in Städten durch nichtstaatliche Akteure wie Milizen und Drogenkartelle. Durch die Verknüpfung von Theorien der Internationalen Beziehungen mit militärischen Erkenntnissen argumentiert "Burned and Blasted" überzeugend, dass der Erfolg in künftigen urbanen Kriegen vom Verständnis der politischen Realitäten in Städten abhängen wird - und von der Mäßigung der Gewalt bei der Verfolgung politischer Ziele; andernfalls drohen taktische Siege in strategische Niederlagen umzuschlagen.