Preußen 1740-63. Jede Kompanie hatte für die Behandlung der Kranken und Verwundeten einen Feldscher, der nach Prüfung seiner Kenntnisse vom Regimentsfeldscher angeworben wurde. Alle Feldschere unterstanden dem Generalchirurgen. Die Regimentsfeldschere hatten normalerweise eine dreijährige Ausbildung mit Praxis an der Berliner Charité durchlaufen. Seit dem Mittelalter gehörten chirurgische Operationen in das Handwerk der Bader und Barbiere, aus diesen Berufsgruppen kamen die Feldschere zumeist. Im Feld waren sie auch weiter für solche Aufgaben zuständig. Natürlich stellten blutige Massenschlachten oder Epidemien das Heeres-Medizinalwesen, an dessen Spitze befähigte Ärzte standen, vor schier unlösbare organisatorische und medizinische Aufgaben. Auf blutverschmierten Holztischen und mit unsterilen Instrumenten ohne Betäubung operiert, anschließend auf mäßig saubere Strohschütten gebettet, war das Los der Verwundeten erschütternd, besonders in langen Kriegen wie dem Siebenjährigen Krieg. Man gab sich alle Mühe, aber der Entwicklungsstand der Medizin und der Logistik setzte Grenzen. Verwundete wurden nach dem Gefecht von Kameraden zum "Platz vor die Blessierten", einem besonderen Verbandsplatz in der Wagenburg ihres Regiments, gebracht und versorgt. Schwere Fälle fuhr man mit Bagagefahrzeugen oder requirierten Bauernwagen in die ortsfesten Hospitäler, da außer einigen Wagen für die Feldapotheke damals noch kein gesonderter Lazarettfuhrpark bestand.
Serienliste für 100/7/5 Nr. 100-625 a (2x) Pr. Infanterist, verwundet, halb zugedeckt (Kranker) Nr. 100-661 (1x) Pr. Kompanie-Feldscher verbindet Infanteristen am Arm Nr. 100-430 (1x) Verwundeter auf Tragbahre, getragen v. 2 Pr. Musketieren Nr. 100-680 a (1x) Pr. Trossknecht, Pferd mit Verwundeten (2) führend Nr. 100-431 (2x) Tragbahre Nr. 100-681 a (1x) Pr. Trossknecht, Pferd mit Verwundeten (2) führend Nr. 100-432 (2x) Feldscherertasche Nr. 100-682 a (1x) Pr. Trossknecht, Pferd mit Verwundetem führend Nr. 100-433 (2x) Feldequipage, abgelegt Nr. 100-622 a (1x) Pr. Regiments-Feldscher, Uringlas betrachtend Nr. 100-623 a (1x) Pr. Kompanie-Feldscher, Medizin reichend Nr. 100-624 a (1x) Pr. Kompanie-Feldscher, mit Mörser und Stößel stampfend
Gruppe
Flache Figur(en)
Beschaffenheit
unbemalt
Größe/Maßstab
Größe 30 mm
Material
Zinnlegierung 55%Sn 39%Pb 6%Sb
Anzahl Teile
16
Epoche
18. Jahrhundert
Zeit
1740 - 1763
Nationalität/Ort
Preußen
Zustand
Ladenneu
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