Es gibt zahlreiche Bücher über Träger des Victoria Kreuzes, doch dies ist das erste, das sich mit den Lebensgeschichten jener befasst, für die diese höchste Auszeichnung weder Zufriedenheit noch Glück oder dauerhaften Ruhm mit sich brachte. Männer wie der in Cheltenham geborene Duncan Boyes. Der siebzehnjährige Midshipman Boyes erhielt das Victoria Kreuz 1864, nachdem er die Truppenfahne unter verheerendem japanischen Beschuss vorangetragen hatte. Vier Jahre später nahm er sich das Leben, indem er aus einem Hotelfenster in Dunedin, Neuseeland, sprang. Wie sich solche Tragödien abspielen - und warum -, ist das zentrale Thema dieses Buches. Wie bewerten wir beispielsweise die Taten von Martin Doyle (VC, MM)? Während der Schlacht an der Somme im Jahr 1916 brachte er unter schwerem Beschuss einen verwundeten Offizier in Sicherheit. Später eilte er Männern in einem brennenden Panzer zu Hilfe. Als ein Maschinengewehr aus nächster Nähe das Feuer eröffnete und die Rettung der Verwundeten verhinderte, stürmte er vor, setzte die Waffe außer Gefecht und nahm drei Soldaten gefangen. Zudem brachte er trotz heftigen Beschusses einen weiteren verwundeten Soldaten in Sicherheit. Wenig später sollte er als Geheimdienstoffizier der IRA den Tod britischer Soldaten organisieren. Für Träger des Victoria Kreuzes gilt die Erkenntnis, dass es bisweilen leichter ist, die Medaille zu erringen, als sie zu tragen. "Glory and Dishonour" zeigt, wie wahr dies sein kann.
Autor
Izzard, Brian
Titel
Glory and Dishonour
Details
Englischer Text, Paperback, 16 Seiten mit sw-Fotos. 288 Seiten.