Das Buch ist eine anschauliche Auseinandersetzung mit der gescheiterten Intervention der Vereinten Nationen in Somalia Anfang der 1990er Jahre einer Mission zur humanitären Hilfeleistung, die rasch in einen Häuserkampf, politisches Chaos und internationale Empörung mündete. Als Reaktion auf den Zusammenbruch des Staates, der von Hungersnot, Gesetzlosigkeit und Bürgerkrieg gezeichnet war, griff die Weltgemeinschaft unter den Mandaten von UNOSOM I und später der durchsetzungsstärkeren UNOSOM II ein. Eine Schlüsselrolle spielten dabei die Vereinigten Staaten, die im Dezember 1992 im Rahmen der Operation "Restore Hope" zunächst als Retter begrüßt wurden. Im Zentrum des Geschehens stand Muhammad Farah Aidid, der Anführer der Somali National Alliance und wichtigste somalische Widersacher, der die US- und UN-Truppen immer wieder ausmanövrierte. Der durch "Restore Hope" gewonnene gute Wille schwand rasch; am 3. Juni 1993 wurde das pakistanische Kontingent von UNOSOM II angegriffen, wobei 26 Soldaten ums Leben kamen. Die Lage verschärfte sich weiter, als US-Spezialeinheiten zum Vergeltungsschlag gegen die Angreifer ausholten. Der sogenannte "Bloody Monday" forderte 70 zivile Todesopfer und löste weltweites Entsetzen aus; Amerika zog sich damit den tiefen Hass genau jener Menschen zu, denen es eigentlich hatte helfen wollen. Mithilfe präziser Analysen und fundierter Recherchen schildert der Autor das Scheitern dieser Mission. Er beleuchtet nicht nur den Ablauf der Ereignisse, sondern auch deren Hintergründe und zeigt die Fehleinschätzungen auf, die eine friedenssichernde Maßnahme in ein geopolitisches Fiasko verwandelten. "Mayhem in Mogadishu" ist eine ernüchternde Betrachtung über Macht, Interventionen und die Grenzen militärischer Stärke angesichts komplexer humanitärer Krisen.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Nash, N. S.
Titel
Mayhem in Mogadishu, Somalia 1991-94
Details
Englischer Text, 50 sw-Abb. 256 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich