Nach dem Abzug der römischen Truppen nach 410 n. Chr. begann in Britannien eine Epoche, die durch das Nebeneinander konkurrierender militärischer Systeme geprägt war. Die Briten, die in den vorangegangenen Jahrhunderten zunehmend romanisiert worden waren, behielten viele Elemente der für die Spätantike typischen Militärorganisation bei; diese vermischten sich jedoch mit wesentlichen Bestandteilen der vorrömischen keltischen Tradition. In Wales war die Romanisierung der einheimischen Bevölkerung nie vollständig vollzogen worden, und die dortigen Briten kämpften auf eine Weise, die sich seit der vorrömischen Zeit nur wenig gewandelt hatte. Ab dem frühen 5. Jahrhundert n. Chr. sah sich das sub-römische Britannien zwei Hauptgruppen von Gegnern gegenüber: keltischen Völkern aus Schottland oder Irland sowie germanischen Gemeinschaften vom europäischen Festland. Beide Gruppen brachten jeweils eigene, auf ihren Traditionen basierende Kampfweisen und Ausrüstungen mit. Gabriele Esposito schildert detailliert die militärischen Auseinandersetzungen in Britannien von der Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. bis zur Endphase der angelsächsischen Landnahme. Er beschreibt den Zusammenbruch des spätantiken römischen Verteidigungssystems in Britannien und wie aus dessen Überresten die sub-römischen Heere der sogenannten Artuszeit hervorgingen. Der Autor erörtert aktuelle Theorien zur Historizität der Artus-Gestalt und liefert umfassende Informationen zur Militärgeschichte der Gegner der Briten: Pikten, Skoten, Sachsen, Angeln und Jüten. Besonderes Augenmerk gilt der detaillierten Darstellung von Organisation, Ausrüstung und Taktik der verschiedenen Streitkräfte; zahlreiche Farbfotos zeigen dabei nachgefertigte Waffen, Rüstungen und Kleidung im praktischen Einsatz.
Details
Englischer Text, 70 Farbabb. 224 Seiten.
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich