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Der Herzog von Wellington hegte große Abneigung dagegen, eine Geschichte seiner Feldzüge oder Schlachten zu verfassen; bekanntermaßen verglich er diese mit der Geschichte eines Balls und unterband diverse Versuche, derartige Werke zu veröffentlichen. Doch im Jahr 1825 war der Herzog von Wellington bereit, all diesen Ansichten zu widersprechen. Trotz eines vollen Terminkalenders, Krankheitsphasen und einer immensen Korrespondenz begann er, Nachforschungen zu Napoleons Russlandfeldzug von 1812 anzustellen. Er erwarb Bücher über den Feldzug unmittelbar nach deren Erscheinen und studierte sie eingehend. Auf der Grundlage dieser Recherchen verfasste er ein Memorandum zu dem Feldzug. Das daraus entstandene Werk umfasste mehr als 25.000 Wörter und legte seine wahre Meinung über Napoleon dar. Es war von Anfang bis Ende ein schonungsloser, vernichtender Angriff auf Napoleon und dessen Fähigkeiten; Wellington stellte jede Entscheidung infrage und nutzte sie, um Napoleon als unfähig und einfallslos darzustellen. Er äußerte sich ausführlich zu den Schlachten von Smolensk und Borodino und ließ dabei nie einen Zweifel daran, dass er die alleinige Schuld bei Napoleon sah. Weit davon entfernt, ihn als einen Mann zu betrachten, der so viel wert sei wie vierzigtausend Soldaten, kritisierte er jede von Napoleon getroffene Entscheidung und stellte ihr eigene Alternativen gegenüber. Während er schrieb, dürfte Wellington eine gewisse Genugtuung dabei empfunden haben, seinen alten Gegner zu kritisieren. Er entschied sich gegen eine Veröffentlichung und ließ das Schriftstück lediglich in einem kleinen Freundeskreis kursieren; daher ist dieses Werk weitaus weniger bekannt als seine sonstigen geäußerten Ansichten. Wellington hatte kein Interesse daran, sich in eine öffentliche Debatte über Napoleons Fähigkeiten und sein Vermächtnis verwickeln zu lassen; er begnügte sich damit, Napoleon öffentlich zu loben, während er seine eigentliche Meinung zu seiner eigenen privaten Genugtuung für sich behielt. Das vorliegende Buch hat sich zum Ziel gesetzt, diese Ansichten nun doch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu untersuchen, wie Wellington zu seinen Schlussfolgerungen gelangte vom Lob für Napoleon bis hin zu dessen scharfer Verurteilung.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Robinson, William
- Titel
- Wellington on Napoleon
- Details
- Englischer Text, 8 sw-Abb. 240 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
- Untertitel
- The Duke’s Commentary on Napoleon’s Disastrous 1812 Invasion of Russia
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Webseite: www.frontline-books.com
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