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Ferdinand Wenzel von Cavallar wurde 1805 in Prag geboren und wuchs dort in bequemen Verhältnissen auf. Von seinem Vater für eine Karriere als Violinist bestimmt, studierte er zunächst am Prager Konservatorium der Musik unter Johann Taborsky und Friedrich Wilhelm Pixis, ehe er sich für seine wahre Berufung als Soldat der kaiserlichen Armee entschied. Ab 1821 diente Cavallar in Prag, Wien, Graz, Rom, Neapel, in mehreren Städten Norditaliens sowie in Agram. Seine ersten Gefechte erlebte er bei der Jagd auf Räuberkommandos an der damaligen Militärgrenze zu Bosnien, seine militärischen Kenntnisse festigte er in zahlreichen Manövern und Einsätzen. Als es 1830 zu den ersten Revolten in Norditalien kam, wurde er dorthin zurückkommandiert. Zusammen mit seinen Kameraden erlebte er die Unruhen, Aufstände und Umbrüche dieser Zeit. Während seiner Stationierung in Ungarn heiratete er Amelie Resich von Ruinenburg, wurde Zeuge der Vorstufen der Revolution und traf dabei auf einige der zukünftigen Aufständischen, wie beispielsweise János Damjanich und István Türr. Nach dem Ausbruch des Risorgimento-Krieges zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Sardinien im Jahr 1848 nahm Cavallar als Offizier des Infanterie-Regiments Erzherzog Karl an mehreren Schlachten unter Feldmarschall Graf Radetzky von Radetz teil. Besonders zeichnete er sich in den Schlachten von Santa Lucia, Curtatone und Montanara, Vicenza, Custozza sowie im Gefecht bei Volta aus. Angeregt durch Intrigen und Neid wurde ihm, trotz der unterstützenden Verwendung von Radetzky, der Militär-Maria-Theresien-Orden - die höchste militärische Auszeichnung der Habsburgermonarchie - verweigert. Stattdessen profitierten scheinbar andere Offiziere, indem sie die Leistungen Cavallars für sich geltend machten. Ferdinand Wenzel verbrachte seine letzten Dienstjahre abwechselnd in Norditalien, Ungarn, Krain, Istrien und Österreich unter der Enns. 1856 wurde er in den österreichischen Ritterstand mit dem Prädikat "von Grabensprung" erhoben. Seinen Lebensabend verbrachte er als Oberstleutnant a.D. mit seiner Familie in Buda, Ofen und Linz. Cavallar starb 1881 in Capodistria in bedrückender Armut. Die Vorsehung wollte, dass sein Enkelkind Wilhelm 1918 durch Kaiser Karl mit dem ersehnten Militär-Maria-Theresien-Orden für seine Verdienste im Ersten Weltkrieg ausgezeichnet wurde. Der Jahrgang 2026 der Theresianischen Militärakademie zu Wiener Neustadt hat zu Ehren von Wilhelm von Cavallar den Rufnamen "Major von Grabensprung" angenommen.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Cavallar, Alexander J. F. (Hrsg.)
- Titel
- Entschlossen für Österreich
- Details
- Paperback. 320 Seiten.
- Reihe
- Pallasch
- Zustand
- Ladenneu
- Untertitel
- Die Lebensgeschichte von Ferdinand Wenzel von Cavallar
Österreichischer Milizverlag
Postfach 500
5071 Wals
Österreich
E-Mail: [email protected]
Webseite: www.miliz.at
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