Wie weckt kleinliche Rachsucht und Arroganz der Sieger bei den Besiegten die Sehnsucht nach Rückkehr zu alten Verhältnissen? Warum sahen viele Franzosen in Napoleon im Jahre 1815 nicht den Usurpator oder das Ungeheuer, sondern den Träger alter und neuer Hoffnungen? Warum folgten sie wieder seinem Ruf zu den Fahnen und ertrugen noch einmal alle Qualen und Schrecken der Schlachten, der furchtbaren Kehrseite des Ruhms? Wie erlebten sie die vernichtende Niederlage von Waterloo? Berichte Überlebender der Kriege Napoleons lieferten den französischen Schriftstellern Emile Erckmann und Alexandre Chatrian den Stoff zu ihren historischen Romanen. Sie gehören noch heute durch ihre Authentizität zu dem Besten, was jemals über die Zeit und ihre Kämpfe geschrieben wurde. Held des Buches ist der Konskribierte Josef Bertha aus Pfalzburg in Lothringen, dem wir bereits im Roman über das Jahr 1813 bei Großgörschen und Leipzig begegneten. Wir erfahren von seiner Sehnsucht nach Frieden, seiner Verzweiflung, wieder in den Krieg ziehen zu müssen und treffen ihn bei Ligny und schließlich auf dem Schlachtfeld von Waterloo als einen der vielen namenlosen Soldaten des Kaisers, bereit, für ihn zu sterben. Der Roman besticht durch die kenntnisreiche und detaillierte Schilderung der Kämpfe, wohl aber noch mehr durch die eindringliche Antwort auf die Frage: Wie hatte es dazu kommen können?. 248 Seiten mit zahlreichen Illustrationen.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Erckmann-Chatrian
Titel
Waterloo
Zustand
Ladenneu
Dr. Egon Krannich Wittekindstr.2 06114 Halle Deutschland