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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchten zwei Innovationen im Bereich der Waffen auf, die die Kriegsführung revolutionierten und sie zu einem multidimensionalen Wettstreit machten: das moderne dieselbetriebene U-Boot und das Starrflügelflugzeug. Beide fanden während des Ersten Weltkriegs breite Anwendung, und die Nationen der Welt entwickelten bald während und nach dem Krieg mobile Startrampen für Flugzeuge, zunächst auf Überwasserschiffen und später auf U-Booten. Der U-Boot-Flugzeugträger war geboren. Über diese Waffen wurde bisher so gut wie nichts geschrieben - bis jetzt. U-Boot-Flugzeugträger wurden von allen großen Seemächten der Welt verfolgt: den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und der Sowjetunion. Deutschland war dabei führend, und obwohl seine Bemühungen während des Ersten Weltkriegs nicht zum Einsatz von Schiffen führten, lösten Gerüchte über ein solches U-Boot 1918 in New York City weit verbreitete Panik aus. Trotz intensiver Bemühungen in den 1920er und 1930er Jahren verfügten bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nur Japan und Frankreich über seetüchtige U-Boot-Flugzeugträger. Das einzige französische Schiff dieser Art verschwand 1942 auf See, aber Japan baute 47 Stück, darunter drei der riesigen I-400-Klasse, die größten U-Boote des Zweiten Weltkriegs. Japanische U-Boot-Flugzeugträger führten den einzigen Luftangriff auf das Festland der Vereinigten Staaten durch, als ein von einem U-Boot aus gestartetes Flugzeug Bomben über Oregon abwarf. Die drei I-400 spielten eine wichtige Rolle in Japans nie realisierten Plänen, den Panamakanal, New York City und Washington, D.C. anzugreifen, sowie in der Operation Cherry Blossoms at Night, Japans letztem verzweifelten Plan, die Beulenpest und andere Krankheitserreger in den Küstenstädten Kaliforniens zu verbreiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfolgten sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Sowjetunion die Weiterentwicklung von U-Boot-Flugzeugträgern als Teil ihrer nuklearen Schlagkraft - darunter auch einige fantasievolle Ideen für wirklich gigantische U-Boote, von denen Bomberflugzeuge gestartet werden sollten -, aber das Aufkommen von Lenkflugkörpern beendete schnell das Interesse an diesen Schiffen. In dieser Geschichte greifen Jacob Gunnarson und Norman Polmar auf mehr als sechzig Jahre Forschung und Schreiben über die Marineschiffe der Welt zurück, um die Entwicklung von U-Boot-Flugzeugträgern aufzudecken. Ihre Geschichte verrät viel über die Marinestrategie, -taktik und -technologie des 20. Jahrhunderts.
- Autor
- Gunnarson, Jacob/Polmar, Norman
- Titel
- Submarine Aircraft Carriers
- Details
- Englischer Text. 320 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
- Untertitel
- From World War I to the Age of Drones
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