Die Schlacht bei Karuse war - neben der bekannteren Niederlage des Deutschen Ordens gegen die Russen auf dem Peipussee im Jahr 1242 eine weitere schwere Niederlage, die der Orden auf dem Eis erlitt; diesmal auf der Ostsee und gegen die Litauer. Die dortigen Landschaften waren für die Fremden, die sich an deren Eroberung wagten, besonders unwirtlich und düster. Die Schlacht bei Karuse fiel in eine Zeit, in der die Präsenz des Deutschen Ordens im Baltikum durch Aufstände der einheimischen heidnischen Bevölkerung bedroht war; diese errang zahlreiche und bedeutende Siege über die Ordensritter. Erst der stetige Zustrom europäischer Kreuzfahrer und der Besitz wichtiger Festungen ermöglichten es dem Orden, seine Positionen zu behaupten und nach jahrzehntelangen Kämpfen zur Bekehrung der Heiden zum Christentum beizutragen. Die spärliche Quellenlage schränkt das Wissen der Historiker ein; als wichtigste Quelle dient die Livländische Reimchronik ein Dokument, das gegen Ende des 13. Jahrhunderts im Umfeld des Deutschen Ordens entstand, jedoch bei der Schilderung der militärischen Unternehmungen der Kreuzfahrer eine parteiische Sichtweise erkennen lässt.
Autor
Peruffo, Alberto
Titel
The battle of Karuse 1270
Details
Englischer Text, Paperback, zahlreiche überwiegend farbige Abb. 88 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
The Defeat of the Teutonic Knights in the Baltic
Soldiershop/Luca Cristini Ed. Via Orio 33/D 24050 Zanica (BG) Italien