Der epische Kampf zwischen Karthago und Rom, zwei der Supermächte der antiken Welt, ist vor allem für die Landschlachten in Italien, auf der iberischen Halbinsel und in Nordafrika bekannt. Der Seekrieg, der im Ersten und Zweiten Punischen Krieg eine entscheidende Rolle spielte, wird dagegen selten beachtet. Die monumentalen Zusammenstöße der karthagischen und römischen Flotten im Mittelmeer stehen im Mittelpunkt der fesselnden Studie von Christa Steinby, die neue Erkenntnisse, darunter auch die jüngsten archäologischen Entdeckungen, auswertet, die antiken Quellen neu auswertet und ausführlich daraus zitiert. Insbesondere zeigt sie, wie die Seefahrertradition der Römer und ihre Geschicklichkeit, Entschlossenheit und ihr Einfallsreichtum ihnen schließlich einen entscheidenden Vorteil verschafften. Dabei räumt sie mit den Mythen und Missverständnissen auf, die unser Verständnis der römischen Seekriegsführung verzerrt haben.