Im Jahr 1957 begann de Havilland Aircraft mit Entwurfsstudien, um den Anforderungen der British European Airways (BEA) an ein Strahlverkehrsflugzeug gerecht zu werden, das Flugstrecken von 1.000 Meilen bewältigen und eine Geschwindigkeit von 600 Meilen pro Stunde erreichen sollte. Als die BEA 1958 jedoch ein kleineres Flugzeug forderte, führte dies zu einer grundlegenden Überarbeitung des Entwurfs; das resultierende Flugzeug wurde um drei Rolls-Royce RB.163 Spey-Triebwerke mit einem Schub von jeweils 10.100 Pfund herum konstruiert und bot Platz für bis zu 101 Passagiere. Der Bau der ersten 24 Maschinen begann im Juli 1959 in Hatfield. 1960 schloss sich de Havilland der Hawker-Siddeley-Gruppe an, und im September desselben Jahres wurde der Name des künftigen Verkehrsflugzeugs bekannt gegeben: "Trident". Dieser Name war gewählt worden, um die damals einzigartige Konfiguration mit drei Triebwerken und dreifacher Hydraulik zu unterstreichen. Die Trident absolvierte ihren Erstflug am 9. Januar 1962 in Hatfield. Der erste Flug im regulären Passagierbetrieb folgte am 11. März, und der volle Linienbetrieb begann am 1. April. Als Pionier der Luftfahrttechnik war die Trident von Beginn an für automatische Landungen bei schlechtem Wetter ausgelegt ein Merkmal, das ihrer Zeit weit voraus war. Die Trident 1C mit der Kennung G-ARPB, die von Hawker Siddeley für die Entwicklung der Systeme Autoflare und Autoland genutzt wurde, vollführte am 5. März 1964 am Royal Aircraft Establishment in Bedford die weltweit erste vollautomatische Landung ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt. Die weltweit erste automatische Landung im kommerziellen Linienbetrieb erfolgte am 10. Juni 1965 durch die Trident 1C G-ARPR bei der Ankunft aus Paris in Heathrow; dies unterstrich erneut die technische Leistungsfähigkeit der Trident und versetzte die Luftfahrtwelt in Staunen. Die DH.121 war ein technisches Meisterwerk, das sich durch mehrere einzigartige Merkmale von den zeitgenössischen Flugzeugtypen abhob. Dazu gehörten ein Pendelhöhenleitwerk, ein seitlich einfahrbares Bugfahrwerk, das um 24 Zoll nach Backbord versetzt war, sowie ein unter dem Kabinenboden im Heckbereich installiertes Hilfstriebwerk (APU) vom Typ Bristol Siddeley Artouste. Diese innovativen Designelemente ließen die Trident in der Luftfahrtbranche herausragen und weckten die Neugier von Luftfahrtenthusiasten und Historikern gleichermaßen.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Simons, Graham M.
Titel
Hawker Siddeley Trident
Details
Englischer Text, 100 sw- und 100 Farbabb. 256 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
A Pioneer in Aviation Technology
Pen & Sword Books Ltd Church Street 47 S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich