Trotz Roms Eroberung des Mittelmeerraums reichte der römische Einfluss um die Wende zum 1. Jahrhundert v. Chr. kaum bis in den Osten. Im Jahrhundert nach Roms Sieg über das Seleukidenreich in den 180er Jahren v. Chr. wurde der Osten vom Aufstieg neuer Reiche dominiert: Parthien, Armenien und Pontus wetteiferten darum, den Glanz des Persischen Reiches wiederzubeleben. In den 80er Jahren v. Chr. war das Pontische Reich unter Mithridates so mächtig geworden, dass es das gesamte östliche Römische Reich eroberte und annektierte und sogar Griechenland besetzte. Als Rom sich von den verheerenden Folgen des Ersten Bürgerkriegs erholte, trat eine neue Generation von Feldherren hervor, die bestrebt waren, die römische Militärherrschaft wiederherzustellen und, in den Fußstapfen Alexanders des Großen, ein neues Reich im Osten zu errichten. Diese Arbeit analysiert die Feldzüge und Schlachten zwischen einem wiedererstarkten Rom und den verschiedenen Mächten des östlichen Mittelmeerraums, die letztlich eine neue Phase der römischen Expansion einleiteten und den antiken Osten umgestalteten.