Nic Fields untersucht die Seeschlacht von Lepanto 1571 und kommt zu dem Schluss, dass sie lediglich eine strategische Realität bestätigte, die sich bereits im 16. Jahrhundert herausgebildet hatte (nämlich, dass die Vormachtstellung zur See im östlichen Mittelmeer bei den Osmanen lag, und im westlichen bei Habsburg-Spanien und seinen Verbündeten). Lepantos größter Effekt war psychologischer Natur. Der christliche Sieg verringerte die Annahme osmanischer Dominanz zur See und des unausweichlichen Ausgreifens der osmanischen Heerschaft nach Westen über den Balkanraum hinaus.
Mit mehr als 200 Schiffen pro Seite war es die größte Seeschlacht im 16. Jahrhundert und der letzte größere Kampf zwischen Flotten, die fast ausschließlich mit Muskelkraft angetrieben wurden. Diese schlanken Schiffe waren die direkten Nachfahren der klassischen Trireme, trugen jedoch Kanonen und Marinesoldaten mit Schusswaffen, obwohl auch der massive Einsatz des Bogens und kalter Stahl an dem schicksalhaften Tag immer noch eine wichtige Rolle spielten. Nic Fields bietet einen hervorragenden Bericht über diese faszinierende und spektakuläre Schlacht.